Autofahrer in Wels müssen beim Tanken deutlich tiefer ins Geldbörsel greifen. Binnen weniger Stunden zog der Dieselpreis an mehreren Zapfsäulen kräftig an, wie der "Heute"-Fotovergleich zeigt.
Die Details: Am Montag um 10 Uhr kostete ein Liter Diesel noch 1,512 Euro. Nur rund zwei Tage später - am Mittwoch um 14 Uhr - mussten Autofahrer bereits 1,799 Euro pro Liter bezahlen. Das entspricht einem Preisanstieg von 28,7 Cent pro Liter innerhalb von nur rund 52 Stunden.
Für Pendler macht sich das sofort bemerkbar. Wer einen typischen 60-Liter-Tank vollfüllt, zahlt jetzt 17,22 Euro mehr als noch am Montagvormittag.
In Wien sichteten "Heute"-Leserreporter bereits erste Tankstellen mit Diesel nahe der Zwei-Euro-Marke.
Ein Grund für die aktuellen Preissprünge liegt auf den internationalen Energiemärkten. Der militärische Konflikt im Nahen Osten sorgt derzeit für Unsicherheit bei Öl, Gas und Strom.
Experten warnen: Sollte der Konflikt länger andauern, könnte der Ölpreis auf rund 100 Dollar pro Barrel steigen.
Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) schlägt Alarm. Die geopolitische Eskalation wirke sich bereits auf die Energiepreise aus. "Diese Entwicklung macht sich auch in Österreich bemerkbar - bei den Benzinpreisen ebenso wie beim Gas", so der Landeschef. Gerade für Familien, Pendler und Betriebe werde das rasch zur finanziellen Belastung.
FPÖ-OÖ-Chef Manfred Haimbuchner verlangt eine temporäre Senkung der Umsatzsteuer auf Treibstoffe, Strom und Gas. Außerdem solle Österreich auf EU-Ebene eine Aussetzung der CO2-Kosten für Gaskraftwerke zur Stromerzeugung vorantreiben.