Oberösterreich

Spritze statt Spritzer – Wirtshaus bietet Impfungen an

In den Bundesländern wird man mitunter kreativ, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. In Oberösterreich bekam man das "Jaukerl" auch im Wirtshaus.
Michael Rauhofer-Redl
08.07.2021, 12:36

Die Impfung wird von Politik und Medizin als wirksamstes Element im Kampf gegen das Coronavirus gesehen. Um eine breitere Bevölkerungsschicht anzusprechen, lassen sich die Bundesländer spezielle Aktionen einfallen, um die Impf-Zahlen in die Höhe zu treiben. 

In Wien etwa kann man sich vor dem Rathaus ohne Termin impfen lassen, in Tirol startet am Wochenende ein Impfbus, der am Samstag in Innsbruck und am Sonntag in Kitzbühel Station machen wird. Und auch in Oberösterreich ist man dazu übergegangen, nicht mehr in klassischen Impfzentren ans Werk zu gehen. 

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Wirtshaus wird zur Impfstation

Wie berichtet, startete am Mittwoch das Impfen im Einkaufszentrum. Auf Grund des enormen Andrangs wurde sogar 30 Minuten vor offiziellem Start mit den Impfungen begonnen. Mit einem derartigen Ansturm haben die Verantwortlichen nicht gerechnet. Sie mussten sogar zusätzlichen Impfstoff  besorgen, weil schon am Vormittag drei Mal so viele Menschen die Spritze wollten, als ursprünglich angenommen. 

In Neumarkt in Mühlkreis wurde ein weiterer Ort zur Impfstation umfunktioniert, der grundsätzlich für etwas anderes vorgesehen ist. Am Mittwochabend starteten hier Corona-Schutzimpfungen im Wirtshaus. Gegenüber dem ORF erklärte Bürgermeister Christian Denkmaier (SPÖ), dass sich rund 150 Personen angemeldet hätten. Er versicherte zugleich, dass Ortsansässige auch ohne Termin an die Reihe kämen. Personen aus anderen Gemeinden kommen dann am Freitag an die Reihe. Sie erhalten jene Dosen, die nicht von Neumarktern in Anspruch genommen werden.