Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, ist Giorgio Chiellini der Top-Kandidat für den Posten des Sportdirektors. Der frühere Innenverteidiger absolvierte 117 Länderspiele und führte die Squadra Azzurra 2021 als Kapitän zum EM-Titel. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet derzeit als Manager bei Juventus Turin und könnte nun eine Schlüsselrolle beim Neuaufbau des Nationalteams übernehmen.
Auch die Trainersuche geht weiter. Laut italienischen Medien soll innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage eine Entscheidung fallen. Als Favoriten gelten die früheren Teamchefs Roberto Mancini und Antonio Conte. Zuvor waren die Bemühungen um Star-Trainer Pep Guardiola und Carlo Ancelotti gescheitert. Auch Andrea Pirlo kam wegen seiner Zusammenarbeit mit einem russischen Wettanbieter nicht infrage.
Das Trainer-Chaos hatte zuletzt weitere Folgen. Die erst vor gut zwei Wochen verpflichteten Sportdirektoren Paolo Maldini und Leonardo traten nach dem geplatzten Pirlo-Plan bereits wieder zurück. Auch Verbandspräsident Giovanni Malago steht massiv unter Druck. "Italien muss neu gegründet werden", schrieb die "Gazzetta dello Sport".
Für zusätzlichen Wirbel sorgt ein öffentlicher Streit zwischen Sportminister Andrea Abodi und Malago. Während Abodi dem Verbandschef eine "unschöne Figur" attestierte, konterte dieser, nicht jeder könne über die Fehler anderer urteilen.