Insgesamt treten bei der Gemeinderatswahl sieben Parteien bzw. Listen an – Platz 1 wird – das kann man jetzt schon sagen – klar an die SPÖ gehen. Die Frage: Können die Roten die Absolute halten? Und wer schnappt sich Platz 2?
Obwohl die Roten ein Mandat einbüßten, hatte Bürgermeister Matthias Stadler bei seinem vierten Antritt am 24.1.2021 allen Grund zum Jubeln: Knapp 15.000 St. Pöltner Stimmen – 56 Prozent aller abgegebenen Stimmen – landeten beim Amtsinhaber. Und das am Höhepunkt der Ära von Sebastian Kurz im Kanzleramt.
Der Stimmzettel wurde vollständig neu gestaltet: Er ist nun deutlich größer, die Kandidaten sind direkt unter den jeweiligen Parteien angeführt. Es dürfen bis zu fünf Vorzugsstimmen für Wahlwerber einer Partei vergeben werden, dabei gilt das Prinzip: "Name vor Partei". Eine Vorzugsstimme kann also das Gewicht einer Parteistimme übertreffen.
Die Volkspartei legte auf 22,7 Prozent zu und durfte in den vergangenen fünf Jahren zehn Sitze im Gemeinderat (plus 1) besetzen.
Halbiert hat sich nach dem 2021er-Urnengang dafür die blaue Abordnung im Rathaus: Mit nur noch knapp neun Prozent stellte die FPÖ drei Mandatare. Diesen Sonntag gehen die Blauen zumindest von einer Verdoppelung aus, hinter den Kulissen halten es freiheitliche Strategen für nicht ausgeschlossen, die Landeshauptfrau-Partei in der Hauptstadt zu überflügeln.
So einfach wollen es die Schwarzen ihrem Koalitionspartner im Landhaus aber nicht machen. "Besser werden", gibt Spitzenkandidat Krumböck gegenüber "Heute" als Ziel aus.
Die Grünen, die sich 2021 um über fünf Prozentpunkte verbessert hatten, wollen drei Mandate halten. Neos und KPÖ rittern um den (Wieder-)Einzug in den Gemeinderat.