Anrainer geschockt von Sicht

Nutzen mobiles WC nicht – "Arbeiter urinieren auf Zaun"

Bei einem Kindergartenbau soll ein Zaun immer wieder als "Freiluft-WC" missbraucht worden sein. Eine Anrainerin erhebt schwere Vorwürfe.
Victoria Carina  Frühwirth
25.01.2026, 06:00
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Was als modernes Vorzeigeprojekt für Familien gedacht ist, sorgt derzeit für Ärger und Kopfschütteln. Beim Neubau eines Kindergartens in Maria Enzersdorf berichtet eine Anrainerin von Zuständen, die sie als völlig inakzeptabel empfindet.

Öffentliches Urinieren wird Belastungsprobe

Statt das aufgestellte Baustellen-WC zu nutzen, sollen mehrere Arbeiter regelmäßig den Gartenzaun nahe einem Wohnhaus als Toilette missbraucht haben.

Eine Bewohnerin der Grenzgasse schildert gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten" Vorfälle, die sie tief erschüttert haben: "Ich wohne gegenüber dem im Bau befindlichen Kindergarten in der Kaiserin-Elisabeth-Straße. Mehrmals schon, als ich das Haus verlassen habe, stand drei Meter von mir entfernt ein Mann, der gegen den Zaun urinierte."

Pipi-Mann grinst Nachbarin an

Besonders schockierend sei für sie das Verhalten eines Arbeiters gewesen, der keinerlei Einsicht gezeigt habe. Zu sehen sei alles gewesen, schildert sie entsetzt der Wochenzeitung. Der Mann habe sie dabei angesehen und gegrinst. Für die Betroffene ist klar: "Das grenzt ja schon an sexuelle Belästigung."

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Es handle sich zudem nicht um einen Einzelfall – auch andere Arbeiter hätten entlang des Zauns bereits ihre Notdurft verrichtet.

Klo-Container wäre vorhanden

Dabei steht auf dem Baustellengelände sogar ein mobiles WC! Einige Arbeiter sollen dieses jedoch gemieden haben. Für die Anrainerin ist das unverständlich.

Der Pinkel-Vorwurf landete schließlich auch bei der Gemeinde. Bürgermeister Johann Zeiner (VP) bestätigt gegenüber den "NÖN", dass er über den Missstand informiert wurde. "Dass so etwas nicht okay ist, ist selbstredend", stellt Zeiner klar. Die Gemeinde habe sofort reagiert: "Wir haben umgehend mit der Bauleitung Kontakt aufgenommen und gebeten, sich dieser Angelegenheit anzunehmen", so der Stadtchef.

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Anstandsverletzung: Teure Geldstrafe oder Arrest droht

Die Bauleitung habe mittlerweile zugesichert, mit allen beteiligten Firmen zu sprechen und die Arbeiter zur Nutzung des Baustellen-WCs anzuhalten.

Rechtlich ist die Lage eindeutig: Öffentliches Urinieren gilt als Anstandsverletzung und kann laut NÖ-Polizeistrafgesetz mit Geldstrafen bis zu 1.000 Euro oder sogar Arrest geahndet werden.

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