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Staatssekretär gegen KI-Verbot, aber für Regulierung

Zuletzt stoppte Italien den KI-Text-Roboter ChatGPT. In Österreich spricht sich Staatssekretär Florian Tursky für Regulierung statt Verbote aus.

Rene Findenig
Staatssekretär Florian Tursky will KI gemäß den europäischen Werten zu nutzen lernen.
Staatssekretär Florian Tursky will KI gemäß den europäischen Werten zu nutzen lernen.
Helmut Graf

Nach dem Verbot von ChatGPT durch die italienische Datenschutzbehörde spricht sich in Österreich Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, gegen ein generelles Verbot aus. "Künstliche Intelligenzen läuten gerade ein neues Internetzeitalter ein. Ich bin der Meinung, dass Verbote von Innovationen noch nie zum gewünschten Erfolg geführt haben, nämlich mehr Transparenz und Sicherheit für die Nutzer. Was wir daher brauchen ist eine gute Regulierung, dadurch muss das Vertrauen in die Technologien gestärkt werden", so Tursky. Man müsse "KIs raus aus der Blackbox" bringen und sie "gemäß unserer europäischen Werte" nutzen.

In Italien soll ein Leck, das Nutzer- und Kreditkartendaten offenlegte, das ChatGPT-Verbot ausgelöst haben. Die Datenschutzbehörde griff ein, ChatGPT wurde vorläufig im Land gesperrt. In Österreich hat die Bundesregierung bereits 2021 ihre KI-Strategie präsentiert. Sie wurde laut Tursky "explizit als agile Strategie gestaltet, um sie vor dem Hintergrund sich rasch ändernder Entwicklungen in technologischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht weiterentwickeln zu können". Entscheidungen mit Auswirkungen auf Menschen "dürfen nicht automatisiert durch Maschinen getroffen werden", hieß es.

Neuerungen auch bei "ID Austria"-Verwendung

"Für 2023 war und ist daher ein Update der KI-Strategie vorgesehen", so das Staatssekretariat für Digitalisierung und Telekommunikation. Die Gründe dafür seien, dass der aktuelle Stand evaluiert werde, um neue Aktivitäten zu setzen, dass die Einigung zum "AI Act" kurz bevorstehe, der den rechtlichen Rahmen für die Entwicklung und Inbetriebnahme von KI maßgeblich verändern werde, und dass die rasante technologische Entwicklung im Bereich KI neue Herausforderungen und Chancen bringe, auf die man sich vorbereiten müsse.

Neuerungen gibt Turksy indes auch bei der Verwendung von ID Austria bekannt. "Ähnlich wie bei der ELGA kann ab sofort jeder Interessierte auf seinem Handy in Echtzeit nachschauen, wer wann welche Daten für welche Transaktion genutzt hat. Sie bestimmen, welche ihrer Daten abgefragt bzw. weitergegeben werden und sich somit immer Herr über ihre persönlichen Daten. Ohne das Einverständnis des Nutzers geschieht also nichts. Das ist wahre Transparenz", so Tursky. Einsehbar ist dies auf der Homepage https://www.oesterreich.gv.at/id-austria/Meine-ID-Austria-verwalten.html unter dem Menüpunkt "Mein ID Austria Verwendungsverlauf".

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    Nach einem Zeckenbiss litt Sassy an einer Blutarmut, die durch die übertragbare Krankheit Babesiose verursacht wurde. Die entsprechende Behandlung zeigte jedoch keine Wirkung und der Zustand der Hündin verschlechterte sich zunehmend.
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