Star-Physiker ist bis Herbst in Zeitausgleich

Physiker und Autor Werner Gruber ist Burgenlands neuer Forschungskoordinator.
Physiker und Autor Werner Gruber ist Burgenlands neuer Forschungskoordinator.Robert Newald / picturedesk.com
Werner Gruber ist Burgenlands neuer Forschungskoordinator. In einem Interview erklärte er, was er in seinem neuen Amt nun vorhabe. 

Der Physiker und Autor Werner Gruber, ist neuer burgenländischer Forschungskoordinator. Dies verkündete Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil(SPÖ) gemeinsam mit seinem Wirtschaftslandesrat Leo Schneemann am Freitagvormittag.

Gruber ist seit 2013 Direktor des Planetariums der Stadt Wien und übernimmt im Burgenland nun den prestigeträchtigen Job des Forschungskoordinators. Welche Ziele er in seinem neuen Amt verfolgt, enthüllt er in einem Puls24-Interview.

In drei Bereichen ansetzen

Er habe einige Ideen, die er als neuer burgenländischer Forschungskoordinator umsetzten wolle. Zunächst gebe es drei Punkte, die laut ihm besser koordiniert gehören und wo er zu Beginn ansetzen möchte.

➤ Hier nimmt er als ersten Punkt "Wirtschaft und Industrie" heraus. Er sei sicher, dass es hier gewiss Bereiche gibt, die nicht wissen, "dass ihnen Forschung etwas bringen könnte, oder die sogar Forschung betreiben, dies aber nicht bekanntgeben".

➤ Als nächstes führt er den "Bereich der jetzigen Forschung" an. Hier gilt es bereits forschende Einrichtungen – wie etwa die FH Eisenstadt – zu unterstützen und entsprechend nach Bedarf auszustatten.

➤ Der dritte Bereich sei laut Gruber der "Bereich der Verwaltung". Jener werde "unterschätzt, kann aber wahnsinnig viel bringen".

"Mein Ziel ist es, Leute miteinander zusammen zu bringen, die bisher nicht miteinander gesprochen haben." 

Auch sei es seine Intention, "Leute zum Nachdenken zu bewegen, die bisher nicht über Forschung nachgedacht haben. Und – das ist der dritte Punkt – die Forschung des Burgenlandes auch sichtbar zu machen."

Fulltime-Job oder Nebentätigkeit?

Doch wie viel Zeit wird die Erreichung dieser Ziel in Anspruch nehmen? "Also das nächste halbe Jahr ist es ein Fulltime-Job", so Gruber. Im Planetarium hatte er in den vergangenen Monaten "sehr, sehr viele Überstunden und offene Urlabstage". 

 Daher sei er nun "bis 1. September im Zeitausgleiche – tatsächlich mit heutigem Tag", erläuterte der neue Forschungskoordinator mit einem Schmunzeln.

Bis Anfang September werde er demnach also in Vollzeit in seinem neuen Job arbeiten und – sofern möglich – jeden Tag vor Ort sein. Ab Herbst sehe das Ganze dann anders aus. Im September gebe es eine Urlaubssperre im Planetarium, da werde er dort einen Fulltime-Job haben, erklärte er. Die sei aber bereits mit Wirtschaftslandesrat Schneemann besprochen.

Doch dann habe er erneut ein dreiviertel Jahr Urlaub. In einem Jahr werde man schließlich sehen, wie viel Zeit es an welcher Dienststelle zu verbringen gilt.

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