Eine neue Auswertung britischer Behörden bestätigt, dass sich die neue Corona-Variante in Großbritannien immer schneller ausbreitet. Inzwischen wurden Fälle der Mutation in Dänemark, den Niederlanden, Australien und zuletzt auch in Italien nachgewiesen.
Christian Drosten, Chef-Virologe der Berliner Charité. teilte die Daten auf Twitter und änderte seine Position zur Mutante. Noch am gestrigen Montag hatte der Virologe nämlich gesagt, er sei über die neue Virus-Variante nicht "übermäßig besorgt". Er befinde sich aber "genau wie jeder andere in einer etwas unklaren Informationslage".
Die öffentlich bekannten Dokumente seien zudem noch lückenhaft. Mittlerweile liegen Drosten neue Daten vor, die ihn bedenklicher stimmen. "Das sieht leider nicht gut aus", schreibt der Virologe. Positiv sei, dass die Fälle der Mutante bisher nur in Gebieten zunahmen, "wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war."
Kontaktreduktion wirke also auch gegen die Verbreitung der Mutante. Die Daten zeigen aber auch, dass die Virus-Mutation in der Tat deutlich ansteckender ist als bisher aufgetretene Varianten.