Die extreme Hitze macht Österreichs Verkehrsnetz zunehmend zu schaffen. Neben Belastungen für Mensch und Tier sorgen Temperaturen von bis zu 40 Grad auch für Schäden auf Straßen und Schienen. Das geht aus einer aktuellen Warnung des ÖAMTC hervor.
Bereits am Samstagnachmittag musste auf der Westautobahn (A1) im Baustellenbereich zwischen Haag und St. Valentin in Fahrtrichtung Linz ein Fahrstreifen gesperrt werden. Grund waren Schäden an der Fahrbahn. Laut ÖAMTC wird die Reparatur voraussichtlich noch mindestens bis 17.00 Uhr dauern. Obwohl am Sonntagvormittag vergleichsweise wenig Verkehr unterwegs war, bildete sich ein Rückstau von zwei bis drei Kilometern.
Nach Einschätzung der ÖAMTC-Experten dürfte die Zahl der Straßenschäden wegen der anhaltenden Hitzewelle weiter steigen. Besonders betroffen seien ältere Straßen, die bereits mehrfach ausgebessert wurden.
Autofahrer sollten deshalb besonders aufmerksam unterwegs sein. Der ÖAMTC empfiehlt, vorausschauend zu fahren und festgestellte Straßenschäden umgehend der Polizei oder der zuständigen Straßenmeisterei zu melden.
Auch der Bahnverkehr bleibt von den hohen Temperaturen nicht verschont. Die ÖBB hatten bereits am Freitag dazu aufgerufen, nicht unbedingt notwendige Bahnreisen in den kommenden Tagen zu verschieben oder zu vermeiden. Am Sonntag mussten mehrere Bahnstrecken gesperrt werden, unter anderem im Bezirk Landeck sowie bei Hadersdorf am Kamp. Reisenden wird geraten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren und längere Reisezeiten einzuplanen.
In Wien kam es ebenfalls zu Auswirkungen der Hitze. Wegen Gleisschäden auf der Donaufelder Straße mussten die Straßenbahnlinien 25, 26 und 27 umgeleitet werden. Zusätzlich wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.