Die Sorgen ums Geld bleiben groß. Fast jeder zweite Österreicher fühlt sich laut einer neuen internationalen Studie derzeit stark von seinen Finanzen belastet.
Fast die Hälfte der Österreicher (46,3 Prozent der Befragten) geben an, sehr oder ziemlich gestresst zu sein, wenn es um Geld geht. Hauptgrund sind die hohen Kosten des Alltags. Lebensmittel, Wohnen, Energie und laufende Ausgaben stehen für viele ganz oben auf der Sorgenliste. Das ist das Ergebnis des Money Confidence Index 2026 von Raisin (11.403 Interviews in Österreich und in zehn weiteren Ländern).
Besonders betroffen sind jüngere Menschen. Während fast zwei Drittel der 50- bis 69-Jährigen das Gefühl haben, ihre Finanzen gut im Griff zu haben, trifft das bei den 18- bis 34-Jährigen nur auf 42,4 Prozent zu.
Die Studie zeigt außerdem: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft oft eine große Lücke.
Zwar wollen viele Menschen Geld auf die Seite legen oder Vermögen aufbauen. Tatsächlich geben aber mehr als 41 Prozent an, im vergangenen Jahr kaum oder gar keine Fortschritte bei ihren finanziellen Zielen gemacht zu haben.
Für viele Haushalte geht es derzeit vor allem darum, den Alltag zu finanzieren. 73,5 Prozent nennen laufende Ausgaben als wichtigste finanzielle Priorität. Dahinter folgen Rücklagen für Notfälle und langfristiges Sparen.
Die Auswertung zeigt auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Vor allem die Kosten für Lebensmittel und den täglichen Bedarf belasten Frauen stärker.
Mehr als 57 Prozent der Frauen nennen niedrigere Alltagskosten als wichtigsten Hebel für mehr finanzielle Sicherheit. Bei Männern liegt dieser Wert bei rund 50 Prozent.
Trotz aller Sorgen gibt es auch positive Nachrichten. Im internationalen Vergleich schneidet Österreich besser ab als viele andere Länder.
Mehr als die Hälfte der Befragten hat das Gefühl, die eigenen Finanzen unter Kontrolle zu haben. Damit liegt Österreich deutlich über dem Durchschnitt der untersuchten Staaten.
Dennoch wünschen sich viele vor allem eines: niedrigere Preise. Für 53,8 Prozent wären günstigere Lebensmittel und geringere Alltagskosten der wichtigste Schritt zu mehr finanzieller Sicherheit.