Österreich steht vor dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. Für weite Teile des Landes wurde die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen.
Nach Einschätzung der Vorhersageabteilung der GeoSphere Austria könnte am Sonntag sogar der österreichische Temperaturrekord aus dem Jahr 2013 fallen. Damals wurden in Bad Deutsch-Altenburg 40,5 Grad gemessen.
Aufgrund der hohen Temperaturen verzeichnet der Rettungsdienst um fünf Prozent mehr Einsätze. Zudem würde es sich um außergewöhnliche Einsätze handeln, wie etwa eine Schule, die geräumt werden musste, weil die Klassenräume nicht mehr benutzbar waren, sowie ein Sportfest, wo Schüler reihenweise kollabierten.
Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes Gerry Foitik rät im "Ö1-Journal" Aktivitäten im Freien, wenn möglich, während der Hitzewelle zu meiden. Zudem sei es wichtig, sich bei hohen Temperaturen zurückzunehmen, vor allem wenn es um körperliche Anstrengung geht.
Foitik warnt davor, die Hitze nicht zu unterschätzen, da die Anzahl der Todesfälle durch Hitze sehr hoch ist. Laut AGES gab es in den letzten Jahren zwischen 500 und 1.000 Hitzetote.
Empfohlene Maßnahmen bei den hohen Temperaturen sind ausreichend alkoholfreie Getränke, ein früherer Arbeitsbeginn, das Meiden der Mittagshitze, zusätzliche Pausen sowie das Beschatten von Fenstern und das Tragen lockerer Kleidung.
Für Arbeiten im Freien werden darüber hinaus Sonnenbrillen, Kopfbedeckungen, UV-Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel empfohlen. Darüber hinaus ist auf besonders schutzbedürftige Personen wie Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke besondere Rücksicht zu nehmen.