"Selbst Temperaturen um 40 Grad und somit auch der österreichische Hitze-Rekord geraten nach derzeitigem Stand in Reichweite", schreibt Michele Salmi, Senior-Meteorologe der Unwetterzentrale UWZ, im aktuellen Warnlagebericht.
Der historische Spitzenwert von 40,5 Grad wurde am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg, im östlichen Niederösterreich, aufgestellt. Es war das erste Mal, dass die 40-Grad-Grenze überschritten wurde. Davor war jahrzehntelang die Kärntner Gemeinde Dellach im Drautal – 39,7 Grad am 27. Juli 1983 – der Rekordhalter gewesen.
Und jetzt wird es wieder so heftig! "Die extreme Hitzewelle steigert sich diese Woche täglich um ein paar Grad und zum Ende der Woche sind extrem heiße 34 bis 39 Grad zu erwarten. Es ist durchaus möglich, dass es punktuell Rekordhitze von 40 Grad gibt!", meldet auch Clemens Grohs von Kachelmannwetter in seiner Prognose.
Jetzt heißt es durchhalten! Nikolas Zimmermann von der UBIMET sieht den Höhepunkt der Gluthitze überhaupt erst am Wochenende erreicht. 50 Ensemble-Läufe des ECMWF-Vorhersagemodells ergeben ein düsteres Bild für Wien.
"Im Mittel liegt die Temperatur am kommenden Wochenende um 14 Uhr bei etwa 36-37 °C. Der Tageshöchstwert liegt meist noch rund zwei Grad höher", erklärt der erfahrene Meteorologe.
Die Visualisierung der ECMWF-Zeitreihe ist jedenfalls kein schöner Anblick. Reih um Reih reihen sich glühend rote 30er-Temperaturen, unterbrochen nur von schwarzen Blöcken, die Werte in Richtung 40er symbolisieren. Ein Block sticht dabei besonders hervor: 40,2 Grad – errechnet für Sonntag, 28. Juni, 12 Uhr mittags.
Möglicherweise zeigt sich aber ein kleines Licht am Ende des Hitzetunnels: "Nach aktuellem Stand nimmt die Gewitterneigung zu Beginn der übernächsten Woche langsam zu und etwa Mitte der übernächsten Woche könnte es sukzessive abkühlen", so Zimmermann: "Also kann man auf den Monatswechsel hoffen..."
Am Dienstag scheint laut Prognose von www.ubimet.at verbreitet die Sonne, von der Tauernregion über die Obersteiermark bis ins Most- und Waldviertel halten sich Wolken. Vor allem dort sind ab dem späten Vormittag neuerlich heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einzuplanen. Diese breiten sich am Nachmittag auf weite Teilen des Landes aus. Besonders von Oberösterreich bis in den Süden der Alpenrepublik besteht erhöhte Unwettergefahr. Deutlich geringer ist die Gewitterneigung am Nachmittag nur im östlichen Flachland und im Rheintal. Die Temperaturen steigen auf 28 bis 34 Grad.
Der Mittwoch bringt von Beginn an einiges an Sonnenschein. Tagsüber bilden sich im Bergland einige Quellwolken, die primär im südlichen Bergland zu teils kräftigen Schauern und Gewittern heranwachsen. Diese breiten sich am Abend vereinzelt auch auf die südlichen Beckenlagen aus. Meist trocken bleibt es hingegen im Norden und Osten. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus nördlichen Richtungen liegen die Höchstwerte zwischen 28 und 34 Grad.
Am Donnerstag scheint meist von früh bis spät die Sonne, die Gewitterneigung ist selbst über den Bergen gering. Am ehesten ist im westlichen Bergland am Nachmittag ein Schauer oder ein isoliertes Hitzegewitter nicht ganz ausgeschlossen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen und mit 30 bis 36 Grad wird es noch etwas heißer.
Der Freitag bringt verbreitet strahlend sonniges Wetter. Tagsüber bilden sich im Bergland ein paar harmlose Quellwolken, isolierte Hitzegewitter gibt es höchstens im westlichen Bergland, es bleibt aber meist trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus östlichen Richtungen, dazu wird es mit 32 bis 37, lokal 38 Grad extrem heiß.