Brisante Studie

Krieg, Teuerung – immer mehr sparen jetzt beim Urlaub

Die Krisen – etwa Iran-Krieg oder Teuerung – enden nicht. Was haben die Bedrohungen für eine Auswirkung aufs Urlaubsverhalten? Eine Studie klärt auf.
Oberösterreich Heute
21.06.2026, 15:24
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Es ist richtig heiß geworden, der Sommer zeigt sich in all seiner Pracht, die Reiselust wächst. Das Institut für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) an der Linzer Kepler Uni hat das zum Anlass für Erhebungen genommen. Die Forscher haben die Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren repräsentativ befragt.

Eines der Ergebnisse: Die Pläne für die warme Jahreszeit konkretisieren sich. Mitte Februar hatten erst 32 Prozent der Urlauber ihr Ziel fix gebucht, Mitte waren es bereits 62 Prozent. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten werden Fernreisen hintangestellt, und Destinationen in Österreich und dem Rest der EU rücken verstärkt in den Fokus.

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Im Februar planten 26 Prozent der Reisenden, weniger für ihren Sommerurlaub auszugeben als im Vorjahr. Im Mai ist der auf 29 Prozent gestiegen – eine weitere Auswirkung des Kriegs.

Auf gestiegene Kosten in vielen Lebensbereichen reagieren die Urlauber mit verschiedenen Anpassungen ihrer Pläne: So haben 17 Prozent heuer genauer recherchiert, um an einen günstigen Urlaub zu bekommen. Sieben Prozent haben wiederum ein günstigeres Quartier gebucht.

16 Prozent versuchen, bei der An- und Abreise die Kosten niedrig zu halten, indem sie einen näheres Ziel gewählt haben. 13 Prozent werden heuer mit dem Auto statt mit dem Flugzeug anreisen.

Und: Zwölf Prozent werden kürzer als ursprünglich geplant verreisen: Lag die angepeilte Dauer im Februar noch bei elf Tagen, hat sie sich mittlerweile auf durchschnittlich zehn Tage verkürzt.

Gar kein Urlaub

Wie bereits 2024 haben auch heuer 17 Prozent der Österreicher erklärt, sich das Verreisen nicht leisten zu können.

In Haushalten mit einem Netto-Haushaltseinkommen von monatlich unter 2.000 Euro das sogar auf rund ein Drittel zu.

"Interessant ist, dass zwar im und rund um den Sommerurlaub gespart wird, aber auf die Urlaubsreise nicht gänzlich verzichtet wird", erklärt Ernst Gittenberger vom IHaM. Eine Chance für die Wirtschaft in Österreich: "Von den Reiseausgaben profitieren nicht nur Tourismus- und Freizeitbetriebe, sondern auch Gastronomie und Handel vor Ort."

Mentales Budget

Ein spannender Aspekt: Ausgaben für den Urlaub werden häufig in einem eigenen mentalen Budget geführt und dadurch stärker vor Einsparungen geschützt als viele andere Konsumbereiche. "Nicht die Reise selbst wird gestrichen, sondern ihr Kostenrahmen angepasst", so Gittenberger.

Ein interessantes Detail: Wie bereits 2024 haben auch heuer 17 Prozent der Österreicher erklärt, sich das Verreisen nicht leisten zu können. In Haushalten mit einem Netto-Haushaltseinkommen von monatlich unter 2.000 Euro das sogar auf rund ein Drittel zu.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.06.2026, 15:24
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