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Stecherei adé- Neues System schont Diabetiker

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:02

In Zukunft könnte der lästige Stich in den Finger, mit dem Diabetiker ihren Blutzucker messen, bald der Vergangenheit angehören. Der US-Diagnostik-Konzern Abbott hat am Montag am Rande des Europäischen Diabeteskongresses in Wien ein neues System präsentiert, bei dem ein Sensor am Oberarm alle nötigen Werte messen soll.

hat am Montag am Rande des Europäischen Diabeteskongresses in Wien ein neues System präsentiert, bei dem ein Sensor am Oberarm alle nötigen Werte messen soll.

Es gibt zwar bereits Systeme, bei denen der Blutzucker kontinuierlich gemessen wird, aber nur ein Bruchteil der Betroffenen wendet sie an bzw. bekommt sie erstattet. Das sogenannte Freestyle-Libre-System des Konzerns soll das ändern. Die Patienten bringen am äußeren Oberarm einen Sensor mit 35 Millimeter Durchmesser und fünf Millimeter Dicke auf. Das System ist selbst klebend, es besitzt eine fünf Millimeter lange und 0,4 Millimeter dicke Faser, die beim Aufbringen schmerzlos in das Unterhautgewebe eindringt. Über diese Faser wird der Blutzucker via Gewebsflüssigkeit erfasst.

Fährt der Patient mit einem kleinen Lesegerät mit Bildschirm über den Sensor, wird der aktuelle Blutzuckerwert eingespielt. Da die Messeinheit auf jeden Fall alle 15 Minuten einen Test durchführt, wird gleichzeitig ein Profil über die vergangenen acht Stunden angezeigt. Damit kann der Zuckerkranke erkennen, ob der Wert ansteigt oder vielleicht stärker abfällt. Das Sensor-Modul wird 14 Tage getragen und dann entsorgt.

Immer mehr Diabetiker  

Das neue System . 371 Millionen Menschen sind laut Abbott derzeit weltweit Diabetiker (Europa: 55 Millionen Betroffene). 40 Prozent testen ihre Blutzuckerwerte überhaupt nicht. Das neue System wird in den kommenden Wochen bereits in sieben europäischen Staaten auf den Markt kommen. In Österreich könnte das Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres der Fall sein. Gleichzeitig laufen wissenschaftliche Studien (auch in Österreich) bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern.

 

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