Lange Zeit wurde angenommen, dass Menschen, die im Büro vermehrt stehen, länger leben. Eine groß angelegte Studie zeigte nun: Bewegung hilft tatsächlich, simples Stehen gehört aber leider nicht dazu.
Die alte Mär, dass man ab und zu aufstehen sollte, um seine Gesundheit zu verbessern und demnach seine Lebenszeit zu verlängern, dürfte nicht zutreffen. Wissenschafter der University of Exeter haben die Daten von 5.100 Verwaltungsangestellten in London analysiert, die ihre berufliche Tätigkeiten hauptsächlich im Sitzen verrichten.
In ihrer Studie konnte allerdings kein Zusammenhang zwischen den Sitzgewohnheiten und dem Sterberisiko entdeckt werden. Wie Studienleiterin Melvyn Hillsdon es ausdrückte, sei jede "ruhende Position" schädlich für die Gesundheit, egal ob im Sitzen oder im Stehen.
Sich nach der Büroarbeit allerdings durch Sport körperlich zu betätigen, zählt sehr wohl. Hier vermuten die Forscher einen gesundheitsfördernden Effekt, auch wenn die berufliche Tätigkeit im Sitzen erfolgt.