Verheerendes Hagel-Unwetter

"Stehen unter Schock" – Gärtnerei muss schließen

Riesige Hagelkörner haben eine Gärtnerei in Stainz schwer zerstört. Rund 400.000 Pflanzen müssen vernichtet werden, der Herbstverkauf fällt aus.
André Wilding
04.09.2026, 12:30
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Für die Gärtnerei Schacherl in Pichling bei Stainz hat ein heftiges Hagelunwetter dramatische Folgen. Zahlreiche Gewächshäuser wurden beschädigt, Hunderttausende Pflanzen können nicht mehr verkauft werden. Der Familienbetrieb zieht nun die Konsequenzen und sperrt seinen Verkauf für den gesamten Herbst zu.

Das Ausmaß der Verwüstung ist enorm. Laut einer ersten Schätzung der Österreichischen Hagelversicherung beläuft sich der Schaden auf knapp drei Millionen Euro. Wie viel davon tatsächlich gedeckt ist, steht noch nicht fest.

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Das Team der Gärtnerei zeigt sich tief getroffen: "Wir stehen noch immer unter Schock!!"

Herbstverkauf fällt komplett aus

Die Schäden sind so groß, dass der eigentlich geplante Verkauf in den kommenden Monaten nicht stattfinden kann. "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unser Verkauf im Herbst aufgrund eines massiven Hagelschadens geschlossen bleibt", informiert der Betrieb seine Kunden.

Große Teile der Kulturflächen wurden beschädigt. Besonders schwer erwischte es die Gewächshäuser. In der Mitteilung spricht der Betrieb von einem "Scherbenhaufen".

Nach dem derzeitigen Plan soll der Verkauf erst im März 2027 wieder starten.

Hagelkörner bis zu sieben Zentimeter groß

Das Unwetter dauerte zwar nur kurz, richtete aber massive Schäden an. Vier bis sieben Zentimeter große Hagelkörner durchschlugen zahlreiche Glasscheiben der Gewächshäuser. Auch Folientunnel und weitere Bereiche der Anlage wurden beschädigt.

Besonders bitter sind die Folgen für den Pflanzenbestand. Auf rund vier Hektar Anbaufläche befanden sich zum Zeitpunkt des Unwetters etwa 400.000 nahezu verkaufsfertige Pflanzen.

Darunter waren Chrysanthemen, Astern und Zyklamen für das bevorstehende Allerheiligen-Geschäft. Verkauft werden können sie nun nicht mehr.

400.000 Pflanzen müssen vernichtet werden

Durch die zerbrochenen Scheiben gelangten Glassplitter zwischen die Pflanzen. Aus Sicherheitsgründen müssen diese deshalb vernichtet werden. Auch der Aufenthalt in den beschädigten Glashäusern ist gefährlich, weil weiterhin Teile der kaputten Verglasung herunterfallen können.

Für den Familienbetrieb beginnt gleichzeitig ein Wettlauf gegen die Zeit. Die zerstörten Anlagen müssen möglichst rasch repariert werden, denn bereits die nächste große Lieferung steht bevor.

Rund 1,5 Millionen Pflanzen für das Frühjahrsgeschäft sollten in den kommenden Wochen eintreffen. Ob bis dahin ausreichend Platz geschaffen werden kann, ist noch unklar. Eine auf derartige Schäden spezialisierte Firma aus den Niederlanden war bereits vor Ort.

Trotz der massiven Schäden gibt es bereits einen Plan für die Rückkehr: Im Herbst bleibt die Gärtnerei geschlossen, im März 2027 soll der Verkauf wieder starten.

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