Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) greift beim Sparen in seinem Ressort durch – und zwar am unteren Ende. Ab sofort erhalten Schüler der Gesundheits- und Krankenpflege kein kostenloses Mittagessen mehr.
Auch an den Kages-Spitälern fällt der Bonus weg, das soll eine Ungleichbehandlung vermeiden: Ab März können die Schüler nur noch ein Menü zum Vorteilspreis von 3,70 Euro bestellen. Für Suppe oder Jause sind 1,90 Euro zu zahlen.
Kein großer Betrag – und doch stößt die Entscheidung auf Kritik: "Wollte man den Auszubildenden doch ursprünglich durch dieses Goodie noch mehr Appetit auf den Dienst bei steirischen Spitälern machen", gibt die "Kleine Zeitung" wieder.
Die Kages-Vorstände Gerhard Stark und Ulf Drabek informierten die Direktionen aller Standorte in einer E-Mail über die "Konsolidierungsmaßnahme". Ziel sei es, "eine Ungleichbehandlung" zu vermeiden. Laut Land sollen an den GuK-Schulen (Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege) rund 200.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Dort gibt es ohnehin keine gestützten Menüs.
Die Gesundheitsabteilung verweist zudem auf den erhöhten Ausbildungsbeitrag: Schüler in der Steiermark zahlen 900 Euro, während der Bund nur 600 Euro übernimmt. Kages-Lehrlinge profitieren weiterhin von Gratis-Menüs.