Steigende Intensivzahlen – Kommen nun Verschärfungen?

Experten gehen von einem weiteren Fallanstieg auf den heimischen Intensivstationen aus. (Symbolbild)
Experten gehen von einem weiteren Fallanstieg auf den heimischen Intensivstationen aus. (Symbolbild)HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Laut Prognose der Corona-Ampelkommission könnte die Intensivbettenbelegung auf über 300 Betten anwachsen. Damit wären diese Verschärfungen fix.

Allwöchentlich treffen sich die Experten der Ampelkommission, um eine aktuelle Bewertung der Lage vorzunehmen. Diese Woche könnte es nach einiger Zeit wieder einmal zu einer Grünschaltung kommen, die berücksichtigten Kennzahlen des Burgenlandes lassen eine solche vermuten. 

Wahrscheinlich wird auch die Steiermark abgestuft, allerdings "nur" von einer orangenen ("Hohes Risiko) auf die gelbe ("Mittleres Risiko") Ebene. Ansonsten dürfte alles beim Alten bleiben. Heißt: Tirol bleibt gelb, die restlichen sechs Bundesländer verharren im orangenen Status. Insgesamt sind die Infektionszahlen wieder im Steigen begriffen. Aktuell befinden sich die täglichen Zahlen auf einem Niveau von über 2.000 neuen Fällen

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Knacken der 300er-Marke möglich

In der aktuellen "Diskussionsgrundlage" zur heutigen Kommissions-Sitzung, ein 28 Seiten umfassendes Dokument, befinden sich allerdings auch besorgniserregende Zahlen. Denn nicht nur, dass von einem leichten Anstieg der Fallzahlen ausgegangen wird, glauben die Experten auch an einen erneuten Anstieg der Belegung auf den Intensivstationen. Mit Stand 28.09.2021 waren 11,4 Prozent der verfügbaren Betten auf den ICUs belegt. "Gemäß Prognose entwickelt sich dieser Anteil bis zum 13.10. auf 12,3 Prozent", heißt es in dem Dokument. 

Die Experten gehen folglich von 259 belegten Intensivbetten am 13. Oktober aus. Im Dokument heißt es wörtlich: "Bei der Kapazitätsvorschau wird von einem Anstieg des Belages auf ICU von 240 (am 28.09.) auf 259 (am 13.10.) ausgegangen. Mit 68% Wahrscheinlichkeit liegt der ICU-Belag am 13.10. zwischen 214 und 314."

Ein Satz mit Gewicht! Denn auch, wenn die Experten nicht an die Überschreitung der 300er-Marke glauben, so halten sie diese doch für möglich. Das würde auch für Österreich massive Verschärfungen bedeuten. Denn der Stufenplan der Bundesregierung sieht für einen solchen Fall Verschärfungen vor. So sieht dieser sieben Tage nach Erreichen der 300er-Marke Stufe 2 vor. 

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Verschärfungen für Ungeimpfte

Auf der Website des Gesundheitsministeriums werden diese Verschärfungen verkündet: "Nach Überschreitung von 300 belegten Intensivbetten, treten folgende Maßnahmen in Kraft: In der Nachtgastronomie sowie ähnlichen Settings sowie bei Zusammenkünften ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen haben nur mehr geimpfte und/oder genesene Personen Zutritt (2-G-Regel). Außerdem seien ab diesem Zeitpunkt Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") bei 3G-geregelten Veranstaltungen nicht mehr gültig."

Auch, wenn es im Prognosezeitraum bis zum 13. Oktober nicht zu einer solch hohen Intensivbettenbelegung kommt, würden diese Maßnahmen freilich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch drohen, falls die Intensivbettenbelegung dies erfordert. 

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