Innerhalb kürzester Zeit musste ein Pendler gleich drei Windschutzscheiben tauschen, alle wegen Steinschlags. Der Ort der ärgerlichen Vorfälle war immer derselbe: die A22 zwischen Korneuburg und der Abfahrt Stockerau Ost. "Im November 2025 begann die Pechsträhne. Die letzte Scheibe musste ich vor drei Wochen tauschen, jetzt ist die nächste nach einem Steinschlag komplett gerissen", erzählt er im "Heute"-Talk.
Die Rechnung hat es in sich. Insgesamt sind bereits 5.100 Euro Schaden entstanden. Zwar übernimmt die Versicherung einen Teil, doch der Selbstbehalt bleibt: 450 Euro pro Scheibe musste der Pendler selbst zahlen, insgesamt also 1.350 Euro. Auch seine Frau ist regelmäßig auf dem Abschnitt unterwegs und hatte ebenfalls schon zwei Steinschläge. "Bald gebe ich mehr Geld für Frontscheiben aus als für den ohnehin schon überteuerten Diesel", ärgert sich der Betroffene.
Nach dem Bericht meldeten sich zahlreiche "Heute"-Leser und schilderten exakt gleiche Erfahrungen. Ein Leser schreibt: "Kann ich nur bestätigen, hatte zwei Steinschläge an einem Tag auf diesem Abschnitt." Ein anderer berichtet, dass er in dieser Wintersaison ebenfalls zwei Schäden hatte und die Scheibe tauschen muss.
Wieder ein anderer schildert, dass er ständig fast an derselben Stelle betroffen ist und der Sprung mittlerweile ins Sichtfeld ragt. "Ich sammle dort auch immer Steinschläge", heißt es in einer weiteren Nachricht.
Besonders drastisch: Ein Leser berichtet von sechs Steinschlägen in nur vier Monaten, immer ungefähr an der gleichen Stelle und "wie aus dem Nichts". Ein Pendler, der die Strecke täglich fährt, bringt es auf den Punkt: "Seit Jahren brauche ich jeden Frühling eine neue Scheibe – bei beiden Autos."
Die vielen übereinstimmenden Berichte lassen aufhorchen. Für die Betroffenen ist klar: Das kann kein Zufall mehr sein. Warum es gerade dort so häufig kracht, ist unklar. Es gibt aber eine mögliche Erklärung für das Phänomen: In der Nähe dieses Streckenabschnitts gibt es eine Schottergrube – Lkws, die dort täglich rein und rausfahren, könnten die kleinen Steinchen im Reifenprofil "mitnehmen" und dann auf der Autobahn bei höherem Tempo wieder "verteilen".
"Heute" sprach mit der Asfinag über das Problem, das sich auf der A22 offensichtlich häuft. "Die Autobahnmeisterei war sich dessen bis dato noch nicht bewusst. Wir haben es jetzt aber auf dem Schirm und werden verstärkt mit Kehrmaschinen im Einsatz sein", versichert ein Sprecher der Asfinag.