Rohes Fleisch: Ein Alptraum für Vegetarier, der Delikatessentraum für Fleischliebhaber! Ein Diättrend aus aus den USA sorgt nun für Aufsehen. Eines gleich vorweg: Die Steinzeitdiät ist nichts für schwache Mägen.
Die Idee:
Was sich die Amerikaner immer alles einfallen lassen! Mit dem neuesten Schlankheitstrend aus den USA begibt man sich auf die kulinarischen Spuren der Steinzeitmenschen. Mit der Paläo- oder auch Steinzeit-Diät sollen überflüssige Kilos dank einer Ernährung wie aus der Steinzeit (Paläolithikum) purzeln. Der kohlenhydratarme und proteinreiche Speiseplan hat den Grundstein für die Entwicklung des Homo sapiens zum modernen Menschen gelegt.
Die Annahem hinter der Diät: Die industriell gefertigten Lebensmittel, die viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate beinhalten, verträgt unser Körper nicht. Zu viele Menschen leiden heutzutage unter einem hohem Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. Durch die Steinzeitdiät sollen die Blutzuckerwerte verbessert und das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindert werden.
Die Methode:
Auf den Speiseplan kommt also nur das, was auch die Steinzeitmenschen genießen durften. Früchte, Fisch und Fleisch - so lautet die einfache Ernährungs-Formel. Verarbeitete Lebensmittel sind tabu und das Braten und Backen ab jetzt passé.
Fleisch-Fans kommen bei dieser Diät voll und ganz auf ihren Geschmack, denn Rind, Schwein, Huhn und Wild stehen an erster Stelle. Pro Tag sollte die Energiezufuhr bei der Paleo-Diät zu mindestens 35 Prozent aus Proteinen bestehen.
Fertigprodukte, Konservierungsstoffe, Zuckerzusätze oder Alkohol sind komplett vom Ernährungsplan zu streichen. Auch Getreide- oder Milchprodukte sind tabu, da unserer Vorfahren noch keinen Ackerbau kannten.
Rohes Fleisch und roher Fisch dürfen aber nach Herzenslust geschlemmt werden. Experten warnen jedoch, denn rohes Fleisch kann für den Menschen auch zum gefährlichen "Genuss" werden. Beispielsweise dann, wenn es mit Salmonellen oder anderen Bakterien verseucht ist.
Lesen Sie weiter: die Stärken und Schwächen der Diät
Stärken & Schwächen
Die folgende Analyse erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, außerdem kommt es grundsätzlich auf die individuelle, körperliche und alters- und geschlechtsspezifische Verfassung des Diät-Willigen an. Die Diäten sind vorrangig für gesunde Menschen gedacht. Im Zweifelsfall sollte man immer einen Arzt konsultieren.
Stärken:
UMSTELLUNG: Die Umstellung des Ernährungsplans kann die Gesundheit verbessern. Mehr Obst und Gemüse, anstatt Fertiglebensmittel, zu genießen ist eine anerkannte Ernährungsweise, die beim Abnehmen hilft und Krankheiten vorbeugt.
KEINE ZUSATZSTOFFE: Alkohol, Zucker und künstliche Zusatzstoffe werden komplett vom Speiseplan gestrichen, da die Steinzeitmenschen diese Produkte nicht konsumierten.
Schwächen:
ENERGIEBEDARF: Der Mensch hat heutzutage einen viel geringeren Energiebedarf, als die Steinzeitmenschen. Denn eine Person, die den ganzen Tag im Büro sitzt, braucht weniger Kalorien, als Jäger oder Sammler, die in früheren Zeiten bei der Nahrungssuche ständig in Bewegung waren.
GESUNDHEIT: Der zu hohe Anteil an Eiweiß kann auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen. Gicht, Nierensteine oder Arteriosklerose sind nur einige Krankheitsbilder, die auftreten können.
Fazit:
Viele Ernährungsberater und Ärzte sind sich nicht sicher, ob die Steinzeit-Diät für den Organismus förderlich ist, da die Eiweißzufuhr einfach zu hoch ist. Zudem sind sich viele Forscher nicht einig, ob die Steinzeitmenschen wirklich so viel Fleisch gegessen haben, wie bei der Steinzeitdiät angenommen wird.
Prinzipiell liefert die Ernährungsweise gute Ansätze, da man ungesunde Lebensmittel, wie Fertigprodukte vom Speiseplan streicht, jedoch sollte man beim Durchführen dieser Abnehmstrategie eher vorsichtig sein.