Stöger: HSV oder "BVB-System" bei der Austria?

Wohin verschlägt es Peter Stöger? Der österreichische Coach ist heiß begehrt. Er soll zur Austria zurückkehren – und steht beim HSV auf der Liste.

Nach einem Jahr Auszeit ist Peter Stöger bereit für neue Aufgaben. Der Wiener wird seit Wochen von der Wiener Austria umworben. Dort möchte der 53-Jährige den Verein komplett umkrempeln und das "Dortmund-System" etablieren. Außer, wenn der HSV noch dazwischenfunkt.

"Meine nächste Aufgabe soll eine emotionale Geschichte sein, wo ich sag: ,Das reizt mich, das will ich machen'", so der Wiener am Montag bei Sky. "Es muss realistisch sein, es muss zu mir passen."

Rückkehr zur Austria?

Diese emotionale Aufgabe könnte die Rückkehr zur Wiener Austria sein, wo Stöger an höchst erfolgreiche Zeiten anknüpfen könnte, denn die beiden letzten Meistertitel holten die Veilchen unter Stöger. 2006 Meister als Sportdirektor, 2013 Meister als Coach. "Logisch ist das eine Überlegung, sonst hätte ich gesagt, dass es kein Thema ist."

Doch eine Rückkehr auf die violette Trainerbank scheint ausgeschlossen. Vielmehr würde der 53-Jährige das "Dortmund-System" am Verteilerkreis etablieren wollen, wie Peter Linden in seinem Blog berichtet.

Das "Dortmund-System"

Mit Austria-Präsident Frank Hensel und AG-Vorstand Markus Kraetschmer gab es bereits ein Gespräch. Darin schilderte Stöger seine Zukunftspläne, will seine Erfahrungen aus seinem Dortmund-Engagement zwischen Dezember 2017 und Juni 2018 einfließen lassen.

Stögers Plan für die Veilchen: Er wäre Sportvorstand. Und damit auf einer Stufe mit Kraetschmer. Diese Position ist seit dem Abschied von Thomas Parits 2015 vakant. Darunter würde ein Sportdirektor – Ralf Muhr oder ein anderer, den er selbst bestimmt – arbeiten. Im BVB-System gibt es mit Sebastian Kehl auch noch einen Leiter der Lizenzspielerabteilung sowie mit Markus Pilawa einen Chefscout, der auch die Kaderplanung macht.

Funkt HSV dazwischen?

Es wäre ein Anknüpfungspunkt an den Meistertitel 2013. Schon damals wollte Stöger vom Trainer zum Sportdirektor aufsteigen und seinen "Co" Manfred Schmid übernehmen lassen. Dies wurde ihm vom damaligen Präsidenten Wolfgang Katzian verwehrt. Weshalb Stöger in die 2. deutsche Bundesliga zum 1. FC Köln ging, die "Geißböcke" souverän zum Aufstieg führte.

Dies hinterließ Eindruck, hatte Stöger den Klub aus chaotischen Zuständen heraus bis in die Europa League geführt. Diese Mission könnte nun auch beim HSV auf den Wiener warten. Denn nach dem verpassten Wiederaufstieg werden sich die Hamburger von Coach Hannes Wolf trennen, dies sei ein "offenes Geheimnis", heißt es in deutschen Medien.

Die Nachfolger-Liste ist lang. Ein Comeback von Bruno Labbadia ist ebenso denkbar wie ein Engagement von Dieter Hecking oder Alexander Zorniger. Oder eben Stöger. Die Tradition des HSV würde genau zum 53-Jährigen passen. Stöger hat die Qual der Wahl.

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