Strache verwirrt mit Posting zu EU-Mandat

Der ehemalige FPÖ-Chef, der am letzten Listenplatz kandidierte, dürfte durch mehr als 37.000 Vorzugsstimmen ein Direktmandat im EU-Parlament erhalten. Wird er es annehmen?
Der zurückgetretene Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der eigentlich nur pro forma auf dem letzten, 42. Platz, der FPÖ-Liste an der Wahl teilgenommen hatte, könnte nun einen Posten in Brüssel & Straßburg bekommen.

Denn nach Informationen von ORF-Journalist Martin Thür soll Strache bisher 37.448 Vorzugsstimmen, aus sieben Bundesländern, bekommen haben. Damit hätte er die 5-Prozent-Hürde eindeutig geknackt. Rund 33.000 Vorzugsstimmen braucht ein Kandidat auf den hinteren Listenplätzen in Österreich, um per Direktmandat fix in das EU-Parlament einziehen zu können.

Strache in der Hofburg, Archivbild 2017 (Bild: picturedesk.com)

In Folge der Ibiza-Affäre hatten unter anderem die Identitäre Bewegung Österreichs dafür geworben, Strache doch per Vorzugsstimme den Wechsel ins EU-Parlament zu ermöglichen.

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Ob Strache, der erst am 18. Mai von allen politischen Ämtern zurückgetreten war, das Mandat auch annimmt, ist derzeit aber noch unklar.



In den sozialen Medien tauchte kurz nach 17 Uhr ein Screenshot eines Facebook-Postings auf, das genau das suggeriert. "Ich bin über die große Unterstützung der Bürger, welche mir mit ihren Vorzugsstimmen eindrucksvoll ihr Vertrauen ausgesprochen haben, erfreut und zutiefst dankbar. Diesem großen Vertrauen der Bürger fühle ich mich demokratiepolitisch verpflichtet und werde daher das EU-Mandat annehmen", soll Strache am frühen Nachmittag auf seiner persönlichen Facebook-Seite geschrieben haben. Der Beitrag dürfte mindestens 20 Minuten online gewesen sein, bevor er wieder von der Seite gelöscht wurde.

Allerdings wurde der betreffende Beitrag offenbar kurze Zeit später offline genommen. Was wird Strache also tun?

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(red)

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