Strache: "Manche sind halt verhaltensauffällig"

Montags Kickl, Donnerstags Strache: Am Wiener Handelsgericht gehen die Politiker derzeit aus und ein. Der Gegner des Vizekanzlers vor Gericht: Rudi Fußi.

Gerade erst sagte sein Parteikollege vor Gericht aus, am Donnerstag ist der Vizekanzler persönlich der Kläger. Innenminister Kickl hatte den Jetzt-Politiker Peter Pilz geklagt, Straches Klagsgegner ist der Kommunikationsberater Rudi Fußi.

Strache will 5.000 Euro

Stein des Anstoßes ist ein Foto, das Rudi Fußi getwittert hat. Strache ist darauf mit rechtsextremen Identitären zu sehen.

Gefälscht!, sagt die Klagsschrift dazu. Strache sei in das Foto "hineinmontiert" worden. Der Vizekanzler klagt auf Unterlassung und auf Schadenersatz, 5.000 Euro will er haben. Der Streitwert insgesamt: 35.000 Euro.

"Es geht um ein Treffen von Strache mit Identitären. Tatsache ist, dieses Treffen gab es", sagte Fußi vor dem Prozess. Er ging davon aus, dass das von ihm retweetete Foto keine Fälschung ist. Dass sich Strache von dem Foto gekränkt fühlt, verstand Fußi nicht: "Warum sich ein ehemaliger Neonazi gekränkt fühlt, wenn er mit rechtsextremen Bubis abgebildet ist, das wird er uns erklären müssen.."

Strache kam persönlich

Und das tat Strache persönlich. Der Vizekanzler erschien zu Prozessbeginn im Wiener Handelsgericht und sagte als Zeuge aus.

Strache plauderte vor dem Prozess noch über seinen neugeborenen Sohn: "Unser Sohn ist sehr bescheiden, ruhig, schläft gut durch." Über Fußi sagte er: "Naja, manche sind halt verhaltensauffällig." Strache blieb dabei: Das Treffen habe nie stattgefunden, somit ist das Foto "eindeutig ein Fake und solche Sachen kann man einfach nicht im Raum stehen lassen." (csc)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikFPÖHeinz-Christian Strache

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