Streik! ÖBB warnen vor zahlreichen Zug-Ausfällen

Symbolbild zum neuen Nightjet nach Amsterdam
Symbolbild zum neuen Nightjet nach AmsterdamGEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Montag und Dienstag streiken zahlreiche Lokführer der Deutschen Bahn. Im internationalen Zugverkehr kommt es deswegen zu Ausfällen.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneut einen Streik angekündigt. Wie schon vergangene Woche werden davon rund 75 Prozent der Züge im Fernverkehr und 60 Prozent der Nahverkehrszüge betroffen sein. Grund sind Unstimmigkeiten bei den Lohnerhöhungen.

Wie die öffentlich Bediensteten fordern die Lokführer der GDL eine Anpassung ihres Lohns an die Inflation, heißt: 1,4 Prozent rückwirkend seit April, 1,8 Prozent ab April 2022 sowie 600 Euro Corona-Bonus. Die Deutsche Bahn will hingegen für 2021 keine Lohnanpassung, ab Jänner 2022 1,5 Prozent und ab März 2023 weitere 1,7 Prozent zahlen.

Weil sich keine Einigung abzeichnet, kommt es nun eben zu einem weiteren Streik von Montag, 2 Uhr Früh bis Mittwoch, 2 Uhr Früh. Im Güterverkehr startet er sogar schon am Samstag. Weil die Arbeitskampfmaßnahme eben auch den Personenverkehr von und nach Österreich betrifft, warnen nun die ÖBB vor Zugausfällen im Tag- und Nachtverkehr zwischen den Nachbarn.

Alle Ausfälle

Für den Tagverkehr heißt das konkret: Die ICE-Züge über Passau nach Wien fahren nur auf österreichischer Seite, gleiches gilt für die EC-Züge Tauern/Ennstal über Salzburg. IC 118 und 119 fallen ab bzw. bis Bregenz aus.

Im Nachtverkehr fahren zahlreiche NightJets nicht, darunter: NJ 490/491 nach Hamburg, NJ 420/421 nach Amsterdam, NJ 400/401 von Hamburg nach Zürich, NJ 470/471 von Zürich nach Berlin, NJ 456 fährt nur nach Warschau. Ab 23.08. fahren auch NJ 294/295 (Rom - München), NJ 462/463 (Budapest - Frankfurt), NJ 457 (Berlin - Wien), NJ 424/425 (Brüssel - Wien) nicht.

Planmäßig fahren können die Railjets nach München sowie alle Ost-West-Verbindungen (zum Beispiel der Railjet von Wien nach Zürich und andere Züge über das deutsche Eck). Auch die EuroCity-Züge von Italien über Kufstein bis München fahren planmäßig. Im grenzüberschreitenden Nahverkehr gibt es keine Ausfälle, da diese von Privatbahnen betrieben werden.

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