Streit eskaliert: Wolff droht Red Bull mit Protest

Mercedes vs. Red Bull Racing: Toto Wolff (r.) und Helmut Marko
Mercedes vs. Red Bull Racing: Toto Wolff (r.) und Helmut MarkoImago
Mercedes-Boss Toto Wolff erhöht den Druck auf Red Bull. Der Heckflügel der Konkurrenz sei laut Reglement verboten, ist sich der Wiener sicher.

Der WM-Kampf zwischen Mercedes und Red Bull ist hart. Er verlagert sich von der Rennstrecke in die Medien. Weltmeister Lewis Hamilton beschwerte sich in Barcelona über vermeintlich verbotene Praktiken bei der Konkurrenz. Jetzt erhöht sein Teamchef Toto Wolff den Druck auf die FIA und Red Bull.

Der Österreicher stimmt Hamilton zu. Red Bull verwende flexible Heckflügel, die sich auf der Geraden absenken und somit weniger Luftwiderstand bieten – das wäre ein klarer Regelverstoß. Videos würden das bei den Bullen und auch bei Ferrari zeigen.

Weltverband FIA hat nach dem ersten Vorwurf bei einer Untersuchung keinen Verstoß festgestellt. Das könnte sich ändern. Auf die Beschwerden von Mercedes hin wurden schärfere Belastungstests angekündigt.

Auch das schmeckt Wolff allerdings ganz und gar nicht. Er moniert, dass die Änderung erst nach dem Grand Prix von Baku in vier Wochen stattfinden wird – für ihn zu lange. Wolff: "Die FIA hat die Bewegung der Flügel als exzessiv eingestuft. Die Teams, die diese Flügel weiterhin fahren, riskieren also einen Protest." Neben Mercedes hätten auch McLaren und Aston Martin Interesse, die flexibleren Flügel aus dem Verkehr zu ziehen.

Ferrari reagiert in der Causa gelassen, Red Bull hingegen verschnupft. Ferrari-Boss Mattia Binotto spricht von einem genützten Regel-Schlupfloch: "Wenn es jetzt neue Richtlinien gibt, werden wir reagieren. Bei uns sind es aber nur kleine Korrekturen." Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist sauer: "Unser Auto hat bis jetzt alle Tests bestanden. Damit erfüllt es auch die Regeln. Wenn sich jetzt der Belastungstest ändert, ist das wie eine Regeländerung. Darauf werden wir reagieren."

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