Immer mehr Menschen reisen mit dem Camper, Van oder Dachzelt nach Südtirol.
Doch wer abseits offizieller Plätze übernachtet oder Campingzubehör aufbaut, bewegt sich schnell außerhalb der erlaubten Bereiche – und das kann teuer werden.
Italienische Behörden haben in einer aktuellen Kontrollaktion 21 Strafen gegen Wildcamper verhängt. Besonders streng gehen sie in Schutzgebieten, an Stränden und auf öffentlichen Flächen vor. Weitere Kontrollen sind bereits angekündigt.
Wie t-online berichtet, ist das freie Campen in Italien grundsätzlich untersagt. Vor allem in Südtirol drohen empfindliche Strafen, wenn Camper ohne Erlaubnis auf Privatgrund oder in Naturschutzgebieten übernachten.
Verboten ist das Wildcampen unter anderem in Nationalparks, an Küsten, auf öffentlichen Plätzen und im Umfeld von Sehenswürdigkeiten. Auch auf landwirtschaftlichen Flächen oder Privatgrund ohne Genehmigung ist das Übernachten nicht erlaubt.
Ein Missverständnis kann teuer werden: Wer Tische, Stühle oder Markisen aufstellt oder das Dachzelt nutzt, gilt laut Gesetz als Camper – selbst wenn das Fahrzeug eigentlich nur geparkt wird.
Auch wer im Camper schläft, weil er etwa wegen zu viel Alkohol nicht mehr fahren kann, verstößt gegen die Regeln. Die Behörden machen hier keine Ausnahmen. Das Risiko einer Strafe hängt jedoch oft vom Verhalten der Camper und der Einschätzung der lokalen Polizei ab.
Viele Gemeinden fordern ein koordiniertes Vorgehen gegen illegales Wildcampen, weil Natur und Infrastruktur zunehmend belastet werden. Es kommt auch immer wieder zu Konflikten mit Anwohnern.
Die Behörden betonen, dass die Kontrollen fortgesetzt werden. Urlauber sollten daher vor dem Übernachten genau prüfen, ob der Platz offiziell zugelassen ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt ausgewiesene Campingplätze oder Stellplätze mit Genehmigung.