"Leitungen vertauscht"

Strom erneut ausgefallen – Wiener Pärchen verzweifelt

Seit der Montage eines Smartmeters kommt es in einer Wiener Wohnung gelegentlich zu Stromausfällen. Die Wut des Mieterpärchens ist groß.

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Strom erneut ausgefallen – Wiener Pärchen verzweifelt
Ein Wiener Pärchen musste insgesamt vier Tage ohne Strom auskommen. Schuld soll der neue Smartmeter gewesen sein.
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Im Vorjahr wurde der alte Stromzähler eines Wiener Pärchens gegen einen elektrischen getauscht. Jedoch soll der neue Stromkasten laut Sofia und ihrem Freund Dominik seit der Anbringung nur Probleme machen. Sie wünschen sich endlich eine Lösung.

Sofias persönlicher Alptraum begann im November 2023. An einem kalten Vormittag fiel plötzlich Strom und Gas in der Wohnung aus. "An dem Tag versuchten wir ununterbrochen irgendjemanden vom Kundendienst zu erreichen. Erfolglos. Erst am nächsten Tag (!) konnte man uns endlich weiterhelfen."

Techniker schaut vorbei – macht nichts

Dominik soll sowohl bei der Wien Energie als auch bei Wiener Netze um Hilfe gebeten haben, doch die Mitarbeiter beider Unternehmen sollen auf das jeweils andere verwiesen haben. Es dauerte mehr als 24 Stunden bis das Problem an jenem Tag in November endlich gelöst werden konnte: "Schließlich erreichte ich jemanden, der mir mitteilte, dass der Smartmeter höchstwahrscheinlich falsch montiert wurde. Er leitete mich an, den Knopf am Smartmeter für ein paar Sekunden zu drücken".

In weiterer Folge wurde ein Termin mit einem Techniker vereinbart, der nach ein paar Wochen bei den beiden zwar vorbeischaute aber laut Dominik nichts gemacht hätte: "Er könne jetzt nichts machen, würde es aber weiterleiten, sagte er zu uns".

Strom fällt wieder aus – Pärchen verzweifelt

Vier Monate geschah schließlich nichts, bis im Februar plötzlich wieder der Strom ausfiel. "Nach zwei Stunden in der Warteschleife teilte mir eine Mitarbeiterin der Wiener Netze mit, dass sich der Smartmeter erneut deaktiviert hätte. Sie entschuldigte sich für die Unannehmlichkeit, meinte allerdings dass sie uns keinen Strom für den restlichen Tag oder die Nacht zusichern kann. Es hatte 0 Grad und wir froren", ärgert sich Dominik.

Erst am darauffolgenden Tag gelangten sie wieder zu Strom. Als Wochen später erneut ein Techniker (dieses Mal ein anderer) bei dem Pärchen vorbeischaute wiederholte sich das Szenario vom Vorjahr – dieser hätte erneut nichts ausrichten können. Das Problem vom falsch montierten Smartmeter konnte laut Dominik und Sofia bis dato nicht gelöst werden.

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Zuleitungen zweier Wohnungen wurden vertauscht

Auf "Heute"-Anfrage teilte Wiener Netze mit, dass bei der Anbringung des Zählers etwas schief gelaufen sei. Dieser dürfte aufgrund einer Verwechslung beziehungsweise einer Vertauschung der Leitungen nicht richtig montiert worden sein. Um die Behebung hätte sich der Hauseigentümer kümmern sollen – seit Jänner 2023 sei allerdings nichts passiert.

"In diesem Fall wurden offenbar die Zuleitungen zweier Wohnungen zu den Zählerplätzen vertauscht. Offenbar gibt es für die andere Wohnung keinen Energieliefervertrag, worauf die Stromzufuhr zu dieser anderen Wohnung unterbrochen wurde. Vermeintlich, denn durch die Vertauschung der Leitungen bzw. die fehlerhafte Kennzeichnung der Zählerplätze wurde es nämlich immer bei dem betroffenen Pärchen finster, und nicht in der anderen Wohnung", erklärte Wiener Netze im "Heute"-Gespräch.

Das Unternehmen könne demnach nicht viel ausrichten. Ein Eingriff in den Kundenbereich sei den Netzbetreibern nicht gestattet: "Die Wiener Netze haben die Stromversorgung jedes Mal binnen kürzester Zeit wiederhergestellt und letztendlich den Fehler des Hauseigentümers korrigiert und den Zähler trotz falscher Zählerplatzbezeichnung an die Mieter zugewiesen."

Warum es bei der Anbringung zu derartigen Komplikationen gekommen ist, bleibt unklar. Sofia und Dominik werden wohl erneut den Wohnungsbesitzer kontaktieren müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich so schnell wie möglich um die Korrektur kümmert.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Trotz der Montage eines Smartmeters in ihrer Wohnung erlebte ein Wiener Pärchen Stromausfälle und Unannehmlichkeiten, die zu Frustration führten
    • Sie mussten zahlreiche Probleme mit dem Smartmeter hinnehmen, darunter auch hohe Stromnachzahlungen und wiederholte Stromausfälle, die auf eine fehlerhafte Installation des Smartmeters zurückzuführen sind
    • Die Wiener Netze bestätigten, dass die Probleme aufgrund einer Vertauschung der Zuleitungen und der fehlerhaften Kennzeichnung der Zählerplätze entstanden sind, für die der Hauseigentümer zuständig ist
    red
    Akt.