Emotionales Posting

Struber: "Manche von euch sind froh, dass ich weg bin"

Spitzenreiter Salzburg setzte am Montag Cheftrainer Gerhard Struber vor die Tür. Der 47-Jährige reagierte mit einem emotionalen Instagram-Eintrag.

Sport Heute
Struber: "Manche von euch sind froh, dass ich weg bin"
Gerhard Struber ist seinen Job als Salzburg-Trainer los.
GEPA

Cup-Aus gegen Sturm Graz, 1:1 in der Liga gegen Rapid, 1:3-Pleite gegen den LASK. Nach drei sieglosen Partien in Serie zogen die Salzburg-Bosse die Reißleine, trennten sich von Trainer Gerhard Struber.

"Wir sind nach einer gründlichen Analyse der sportlichen Situation zur Überzeugung gekommen, der Mannschaft für das Meisterschaftsfinish einen neuen Impuls zu geben", begründete Sportdirektor Bernhard Seonbuchner den Schritt.

Die Fußball-Top-News auf einen Blick

Struber selbst nahm am Montag via Instagram ausführlich Stellung. "Liebe Fans, manche von euch sind vermutlich froh, dass ich weg bin", leitet der 47-Jährige ein – und reagiert so auf die Kritik, die ihn stets begleitete.

Der nunmehrige Ex-Coach schreibt: "Als ich im vergangenen Sommer zurück nach Salzburg gekommen bin, war das für mich einer der größten Momente meines Trainerlebens: Champions League und das in meiner fußballerischen Heimat – also dort, wo für mich als Trainer alles begann." Hintergrund: Struber stieß erstmals 2007 zu den Mozartstädtern, als Co-Trainer der U19.

Der Kuchler weiter: "Bei einem so großen Umbruch wie dem im Sommer gibt es Rückschläge, Widerstände, Hürden und Herausforderungen. Gerade mit einer so jungen und neu zusammengesetzten Mannschaft sowie nach Wechseln in der sportlichen Führung des Vereins. Das alles neu zu formieren, braucht eine gewisse Zeit – aber die ist im Fußball nun mal rar. Auch wenn es im Moment sehr weh tut – gerade mit der Meisterschaft vor Augen auf der Zielgeraden, bin ich dankbar, dass ich den FC Red Bull Salzburg trainieren durfte. Und ich bin dankbar für die Erfahrungen, die mich auf meinen Weg nur weiterbringen werden."

Struber ist nach Huub Stevens (2011) und Peter Zeidler (2015) erst der dritte Salzburg-Trainer in der Red-Bull-Ära, der während der Saison seinen Hut nehmen musste. Trotz Tabellenführung und einem Punkteschnitt von 1,91.

Auf den Punkt gebracht

  • Spitzenreiter Salzburg trennte sich aufgrund von drei sieglosen Partien von Trainer Gerhard Struber, der auf Instagram mit einem emotionalen Beitrag darauf reagierte
  • Trotz der Tabellenführung und einem Punkteschnitt von 1,91 musste Struber als dritter Trainer in der Red-Bull-Ära seinen Hut nehmen
red
Akt.