Studentin "stolpert" über 5.000 Jahre altes Schwert

"Unglaubliche Entdeckung": Eine italienische Archäologie-Studentin stößt bei einer Kloster-Führung durch Zufall auf ein 5.000 Jahre altes Schwert.
Vor drei Jahren besuchte Vittoria Dall'Armellina das San Lazzaro degli Armeni Kloster in Venedig. Damals wusste die Doktorantin noch nicht, dass sie dort eine große Entdeckung machen würde.

Eines der ältesten Schwerter



Während einer Führung durch das Museum des Klosters, in der letzten Vitrine vor dem Ausgang, erregte etwas Dall'Armellinas Aufmerksamkeit: ein etwa 43 cm langes Metallschwert, das denen ähnelte, die sie während ihres Studiums kennengelernt hatte. Dort konzentrierte sie sich auf die Analyse von Grabbeigaben, die während der Bronzezeit in sogenannten "Königsgräbern" im Kaukasus, in Anatolien und in der Ägäis gefunden wurden.

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"Ich habe es sofort bemerkt", sagte sie zu CNN. Das Schwert wurde zwar als mittelalterliches Artefakt bezeichnet, aber die Italienerin ahnte, dass das Objekt viel älter war - und sie hatte recht. Zwei Jahre Forschung haben bestätigt, dass das Schwert zu den ältesten gehört, die jemals gefunden wurden. Es reicht bis vor 5.000 Jahren zurück.

3.000 vor Christus geschmiedet



In Zusammenarbeit mit der Universität von Padua durchgeführte Analysen der chemischen Zusammensetzung ergaben, dass das Schwert aus Arsenbronze, einer Legierung aus Kupfer und Arsen, besteht. Diese Legierung wurde typischerweise zwischen dem Ende des 4. und Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr. verwendet, bevor die Verwendung von Bronze Einzug hielt.

Das Museum im San Lazzaro degli Armeni Kloster, das derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen ist, freut sich schon sehr darauf, das bronzene Relikt nach seiner Wiedereröffnung seinen Besuchern zu zeigen.

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