Mehr Kinder dank Heimarbeit

Studie zeigt: Homeoffice sorgt für Babyboom

Wer von zu Hause aus arbeitet, bekommt statistisch mehr Kinder. Das zeigt eine internationale Studie mit fast 20.000 Befragten aus 38 Ländern.
Newsdesk Heute
21.03.2026, 10:35
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Arbeiten beide Partner mindestens einen Tag pro Woche daheim, steigt die durchschnittliche Kinderzahl um 14 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich der Effekt in den USA: Dort liegt der Anstieg bei 18 Prozent.

Für die Untersuchung mit dem Titel "Global Survey of Working Arrangements" wurden 19.277 Personen befragt. In Deutschland nahmen rund 1.000 Menschen teil, in den USA kamen bei einer zusätzlichen Erhebung knapp 90.000 weitere dazu.

Wie bild.de berichtet, sehen die Forscher die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Hauptursache. An der Studie beteiligt waren das Ifo-Institut München sowie Wissenschaftler von Stanford, Princeton, dem King's College London und dem mexikanischen Technologieinstitut.

Familienplanung leichter umsetzbar

Ifo-Ökonom Matthias Dolls, einer der Studienautoren, erklärt: "Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Zahl der Kinder erhöht - vermutlich, weil dadurch der zeitliche und organisatorische Aufwand sinkt, der nötig ist, um Beruf und Familie zu vereinbaren."

Für Deutschland bedeutet das konkret: Eine Anhebung der Homeoffice-Quote auf US-amerikanisches Niveau könnte für rund 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr sorgen.

Kein Allheilmittel gegen Geburtenrückgang

Der Wissenschaftler dämpft aber die Erwartungen: Homeoffice allein werde den Geburtenrückgang nicht stoppen. Es könne jedoch ein Baustein sein, um den Trend sinkender Geburtenraten etwas abzumildern.

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