Insekten in Leiche untersucht

Totes Baby in Park – Grusel-Gutachten bestätigt alles

Sieben Monate nach dem Fund einer Babyleiche im Klagenfurter Europapark bestätigt ein Gutachten bisherige Hinweise – die Eltern sind weiter unbekannt.
Newsdesk Heute
16.02.2026, 18:24
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Mehr als sieben Monate sind vergangen, seit ein Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt im Europapark einen grausigen Fund machte.

Am 5. Juli entdeckte er im Bereich des sogenannten Iriskogels eine Tasche in einem Gebüsch. Darin lag der stark verweste Leichnam eines Säuglings. Sofort schlug der Mann Alarm, der Bereich wurde abgesperrt und Kriminalisten nahmen die Ermittlungen auf.

Trotz intensiver Nachforschungen blieb bisher der entscheidende Durchbruch bei der Suche nach den leiblichen Eltern aus. Das bestätigt auch der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Markus Kitz.

Ein neues Gutachten ändert daran leider wenig. Ein forensischer Entomologe – also ein Insektenforscher – sollte anhand der an der Leiche gefundenen Insekten klären, wann das Baby dort abgelegt wurde und wie lange es an der Fundstelle lag. "Es bestätigt im Wesentlichen die Angaben von Zeugen", wird Kitz durch die "Kleine Zeitung" zitiert.

Die Babyleiche wurde in dieser Jysk-Tasche gefunden
Staatsanwaltschaft Klagenfurt

Diese wollen am 29. Juni 2025 zwischen 6.30 und 9 Uhr ein jüngeres Pärchen beim Iriskogel gesehen haben. Der Mann und die Frau sollen die Tasche mit dem Baby dort abgelegt haben. Ob der Bub zu diesem Zeitpunkt noch lebte, ist weiter unklar.

Eine Zeugin gab an, Babyschreie gehört zu haben. Gerichtsmedizinisch lässt sich das nicht bestätigen. Auch ob das Kind bei der Geburt starb oder danach getötet wurde, bleibt offen.

Hinweise erbeten

Personen, die Hinweise zum Fall geben können, werden gebeten, sich bei einer Polizeidienststelle oder beim Dauerdienst des Landeskriminalamtes Kärnten unter der Telefonnummer 059133 20 3333 zu melden.

Ein Hoffnungsschimmer für die Ermittler war ein Handtuch, in das der Säugling eingewickelt war. Darauf wurde ein "weibliches Merkmalmuster" gesichert, das mit hoher Wahrscheinlichkeit von der leiblichen Mutter stammt. Doch der Abgleich mit rund 275.000 DNA-Profilen in der nationalen Datenbank brachte keinen Treffer. Die Gesuchte ist dort nicht erfasst.

Am Mittwoch (18. Februar, 20.15 Uhr) wird ServusTV in der Sendung "Fahndung Österreich" den Fall noch einmal aufrollen. Moderator Hans Martin Paar bittet darin gemeinsam mit den Ermittlern um Hinweise aus der Bevölkerung.

Es ist der letzte Strohhalm. Denn: "Ermittlungstechnisch haben wir alle unsere Möglichkeiten und Mittel ausgeschöpft", muss der Staatsanwaltschaft-Sprecher zugeben. "Wie es derzeit aussieht, werden nur noch die Eltern des Buben Licht ins Dunkel bringen können."

Ohne neue Hinweise droht der Fall zu einem Cold Case zu werden – einem ungelösten Kriminalfall.

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.02.2026, 18:24
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