Rätsel noch immer ungelöst

Toter Säugling in Klagenfurt: Spur führt zu jungem Paar

Ein toter Säugling in einer Einkaufstasche, abgelegt im Gebüsch eines Parks in Klagenfurt. Seit dem Fund im Juli 2025 fehlt jede Spur zu den Eltern.
Christoph Weichsler
16.02.2026, 09:57
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Anfang Juli 2025 bemerkten zwei Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt am Iriskogel einen beißenden Verwesungsgeruch. Unter einem Gebüsch stießen sie auf eine blaue Jysk-Tasche. Darin lagen die sterblichen Überreste eines neugeborenen Kindes. Für die Ermittler begann eine intensive Spurensuche – doch sie verlief bisher im Sand.

Laut Staatsanwaltschaft Klagenfurt ist bis heute nicht feststellbar, ob das Baby lebend oder tot zur Welt kam. Ermittelt wird wegen Tötung eines Kindes bei der Geburt, nicht wegen Mordes. Die Ermittlungen richten sich gegen Unbekannt, es gilt die Unschuldsvermutung.

Zeugin brachte erste Spur

Kurz nach dem Fund meldete sich eine Zeugin. Sie gab an, Ende Juni nahe der späteren Fundstelle ein junges Paar gesehen zu haben. Nach ihren Angaben könnte die blaue Tasche am 29. Juni zwischen 6.30 und 9.00 Uhr im Park abgelegt worden sein. Rund eine Woche später wurden die sterblichen Überreste entdeckt.

Auf Basis der Zeugenaussage wurden Phantombilder erstellt und veröffentlicht. Hinweise gingen ein, doch der entscheidende Durchbruch blieb aus. Die Identität des Mannes und der Frau ist bis heute ungeklärt.

DNA ausgewertet, Fragen offen

Die DNA des Kindes wurde von der Gerichtsmedizin Innsbruck ausgewertet, entnommen vom Oberschenkel des Babys. Hinweise auf eine Geburt im Krankenhaus oder mit Hilfe einer Hebamme ergaben sich nicht. Die Ermittlungen richteten sich nicht nur gegen die Mutter, sondern auch gegen Unbekannt.

Schwangere Frauen haben in Österreich die Möglichkeit, ihr Kind anonym in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen oder ein Neugeborenes in eine Babyklappe zu legen. Warum es im Fall von Klagenfurt anders kam, ist offen.

Fall bei "Fahndung Österreich"

Am 18. Februar wird der ungelöste Fall erneut öffentlich thematisiert. Die TV-Sendung "Fahndung Österreich" auf Servus TV greift das Rätsel um den toten Säugling auf und bittet gemeinsam mit den Ermittlern um Hinweise aus der Bevölkerung. Moderator Hans Martin Paar präsentiert in der Live-Sendung ungeklärte Kriminalfälle und gibt Einblicke in die polizeiliche Ermittlungsarbeit.

Im Fall des toten Buben hoffen die Behörden, dass die neuerliche Aufmerksamkeit Bewegung in die festgefahrenen Ermittlungen bringt – und die Frage klärt, wer die Eltern des Kindes sind.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 10:29, 16.02.2026, 09:57
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