Gentest brachte Schock

Eltern klagen Klinik: Baby ist nicht mit ihnen verwandt

Ein Paar in den USA bekommt ein Kind per künstlicher Befruchtung – doch laut Gentest ist es nicht ihres. Jetzt klagen die Eltern die Klinik.
Nick Wolfinger
26.01.2026, 14:11
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Ein Albtraum für Eltern: Nach einer künstlichen Befruchtung bekommt ein namentlich nicht genanntes Paar aus dem US-Bundesstaat Florida ihr Wunschbaby. Doch ein Gentest brachte jetzt Erschütterndes ans Licht. Das am 11. Dezember 2025 geborene Kind ist gar nicht mit ihnen verwandt.

Fehler in Kinderwunschklinik

Die junge Familie hatte im März des Vorjahres über eine Kinderwunschklinik in Florida eine In-vitro-Fertilisation durchführen lassen. Die Freude war riesig, als das Baby gesund zur Welt kam. Doch kurz nach der Geburt kamen Zweifel auf: Das Aussehen des Kindes passte nicht zu den Eltern. Ein DNA-Test brachte traurige Gewissheit – das Baby ist biologisch nicht ihr Kind.

Das Paar verklagt nun die Klinik wegen schwerer Fahrlässigkeit. Laut Anwälten soll es sich um eine Verwechslung von Embryonen handeln – womöglich ist auch ihr eigenes genetisches Kind bei einer anderen Familie gelandet. Am 14. Jänner wurde der Fall einem Richter in Palm Beach County vorgelegt – der sich jedoch für unzuständig erklärte und die Verlegung des Verfahrens ins seiner Ansicht nach zuständige Seminole County anordnete.

Große emotionale Belastung

In der Klage wird die große emotionale Belastung beschrieben, der die Eltern nun ausgesetzt sind. Sie hätten eine emotionale Bindung zu dem Kind aufgebaut, fühlen sich nun aber verantwortlich, den Säugling möglichst rasch mit seinen genetischen Eltern zu vereinen. Gleichzeitig besteht die reale Befürchtung, dass umgekehrt ein anderes Paar ihren Embryo erhalten habe.

Ein Sprecher der Klinik wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Der Fall sorgt in den USA für Aufsehen – auch, weil er Fragen nach Kontrolle, Sorgfalt und Verantwortung in Kinderwunschzentren aufwirft. Die Eltern fordern nun Schadenersatz und die Offenlegung aller Abläufe.

Ob sie ihr leibliches Kind jemals finden, ist völlig unklar – ein DNA-Abgleich mit anderen Patientinnen läuft.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 26.01.2026, 14:11
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