Wie Arbeitsminister Martin Kocher kürzlich bekannt gab, waren im Juni 307.732 Personen arbeitslos oder in Schulungen gemeldet. Demgegenüber stehen laut Wirtschaftsbund 236.549 offene Stellen. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein deutlicher Anstieg.
Wie dramatisch die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt mittlerweile schon ist, zeigt eine Aussendung der Stadt Linz. Ganze 40 Jobs im Bereich der Stadtverwaltung sind derzeit zu vergeben. Laut Magistrat verzeichnet man momentan ein "Rekordangebot an offenen Stellen".
Die Bandbreite an angebotenen Berufen in der eigenen Jobbörse ist groß: So wird ein Forstfach-, ein Sozialarbeiter oder ein Bibliothekar gesucht. Aber auch Stellen wie Data Government Manager, Sprachpädagoge und Koordinator für Bauträger-Management sind momentan ausgeschrieben.
"Kaum ein Arbeitgeber hält ein derart vielfältiges Angebot an verschiedenen Jobs bereit wie die Linzer Stadtverwaltung", wirbt der Magistrat. Aktuell sei die Auswahl im Hinblick auf attraktive Jobs dort "so umfangreich wie selten zuvor".
Rund 60 Prozent der bestehenden Belegschaft sind weiblich, und nicht nur beim Gehalt sind Angestellte gleichgestellt. Grundsätzlich sei eine Kultur der Chancengleichheit wichtig: "Wir arbeiten Seite an Seite mit Menschen mit Einschränkungen, mit Kollegen aus fremden Kulturen oder unterschiedlichen Glaubensrichtungen", wie betont wird.
Alle aktuellen Stellenausschreibungen der Stadt Linz sind hier zu finden.
Bei einem Rundgang durch eine Billa-Filiale im Linzer Stadtteil Urfahr wurde vor Kurzem der Personalmangel einmal mehr offensichtlich: Normalerweise werden in der Vitrine der Feinkost-Abteilung verschiedene Köstlichkeiten angeboten.
Auf einem Zettel stand der Hinweis für Kunden: "Wegen der derzeitigen Personalsituation wird die Bedienung der Feinkost ab 3. Juli geschlossen!!!", ist auf dem Papier zu lesen.