So hatte sich Niklas Süle seine Premiere im Amateurfußball ganz sicher nicht vorgestellt.
Der 49-fache deutsche Nationalspieler stand erstmals für seinen neuen Klub SV Tiefenbach in der Kreisliga auf dem Platz – und musste gleich sieben Gegentore hinnehmen.
Gegen Landesliga-Absteiger SG Kirchardt setzte es eine deutliche 2:7-Pleite. Nach dem Schlusspfiff wurde Süle gefragt, ob ihm sein Debüt dennoch Spaß gemacht habe. Seine trockene Antwort: "So viel, wie ein 7:2 Spaß macht."
An den sieben Gegentoren war der 30-Jährige allerdings nicht unmittelbar beteiligt. Der frühere Abwehr-Star von Borussia Dortmund und Bayern München wurde bei seinem neuen Klub nicht in der Defensive eingesetzt. Stattdessen durfte Süle im Sturm und im offensiven Mittelfeld ran.
Und dort zeigte der ehemalige deutsche Teamspieler auch seine Qualitäten. Per Kopf erzielte Süle einen Treffer, die deutliche Pleite konnte aber auch er nicht verhindern. Der 30-Jährige absolvierte die gesamten 90 Minuten.
Sein Auftritt sorgte abseits des Rasens für ordentlich Wirbel. Rund 500 Zuschauer wollten das Kreisliga-Debüt des früheren Bundesliga-Stars sehen.
"Vielleicht lässt der Trubel auch langsam nach und wir können uns aufs Fußballspielen konzentrieren", erklärte Tiefenbach-Trainer Jason Walzel. Süle müsse nach seinem Karriereende erst wieder in den Rhythmus kommen: "Niklas ist ja noch nicht so lange da. Er muss auch erst mal wieder reinfinden."