Supermärkte sollen im Lockdown wieder früher schließen

Supermärkte bleiben wie in den vergangenen Lockdowns geöffnet. Die Gewerkschaft fordert jedoch verkürzte Öffnungszeiten.
Supermärkte bleiben wie in den vergangenen Lockdowns geöffnet. Die Gewerkschaft fordert jedoch verkürzte Öffnungszeiten.Jeff Mangione / KURIER / picturedesk.com
Die Gewerkschaft GPA fordert verkürzte Öffnungszeiten in den Supermärkten. Diese sollten bereits wie in den anderen Lockdowns um 19 Uhr schließen.

Wie in den bisherigen Lockdowns in Österreich sollen die Öffnungszeiten in den Geschäften wieder verkürzt werden. Die Gewerkschaft GPA fordert, dass Supermärkte und Drogerien wieder um 19 Uhr schließen.

"Handelsangestellte vom Ministerium vergessen"

"Obwohl die Handelsangestellten die größte Berufsgruppe in Österreich sind, werden sie regelmäßig vom Gesundheitsministerium vergessen", ärgert sich Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA in einer Aussendung. "Wie bereits in den vergangenen Lockdowns muss der Handel auch jetzt um 19:00 Uhr schließen. Es gibt keinen Grund, warum im Lockdown bis 21:00 Uhr geöffnet sein sollte", fordert sie.

Bei den vergangenen Lockdowns gab es immer ein Einvernehmen unter den Sozialpartnern, die Ladenöffnungszeiten zu verkürzen. "Nun wurden wir als Sozialpartner in dieser Frage vom Ministerium nicht einbezogen. Professionelles Arbeiten, wie es in einer solchen Pandemie notwendig wäre, geht anders", so Teiber weiter.

"Heimweg darf nicht zur Sicherheitsfalle werden"

Es gehe auch um die Sicherheit der Handelsangestellten: "Der Heimweg darf nicht zur Sicherheitsfalle werden. Vor allem weibliche Handelsangestellte wollen nicht im Dunkeln durch menschenleere Gassen nach Hause gehen. Darüber hinaus gewährleisten kürzere Öffnungszeiten sichere Personalkapazitäten. In dieser schwierigen Situation ist ständiges Einspringen für die Handelsangestellten, die oft auch Betreuungspflichten haben, nicht möglich", betont die Gewerkschafterin.

Während des Lockdowns dürfen nur Geschäfte zur Grundversorgung öffnen, darunter fallen Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Trafiken und Tankstellen.

Lugner fordert ausgedehnte Öffnungszeiten nach dem Lockdown

Richard Lugner hingegen will die Öffnungszeiten im Handel nach dem Lockdown sogar noch ausdehnen. "Nachdem der Handel nur von 13. Dezember bis 24. Dezember offen haben darf, ist mit normalen Öffnungszeiten das Weihnachtsgeschäft nicht zu bewältigen", ist sich Mörtel sicher und fordert: "So wie bei der Fußball EM 2008 und am 8. Dezember, sollte man am Sonntag, den 19. Dezember von 10 bis 18 Uhr die Öffnungszeiten ausdehnen."

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