Für Aryna Sabalenka war in Wimbledon überraschend bereits im Achtelfinale Endstation. Die Weltranglistenerste musste sich am Sonntag der Japanerin Naomi Osaka mit 2:6, 6:7 geschlagen geben und verpasste damit erstmals seit den French Open 2022 den Einzug in die zweite Woche eines Grand-Slam-Turniers.
Nach der Niederlage zeigte sich die 28-Jährige auf der Pressekonferenz tief enttäuscht – und sprach ungewöhnlich offen über ihre Gefühlslage. "Ich will einfach weggehen, mich total betrinken, Tennis vergessen und versuchen, wieder besser in Form zu kommen", sagte Sabalenka.
Auf dem Centre Court fand die Belarussin gegen die ehemalige Weltranglistenerste, die in London an Position 14 gesetzt ist, kaum zu ihrem Spiel. "Heute war da einfach nichts. Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, mich anzupassen. Aber ich hatte aus irgendeinem Grund kein Niveau", erklärte die vierfache Grand-Slam-Siegerin.
Auch bei der Analyse ihrer Niederlage zeigte sich Sabalenka selbstkritisch. "Ich wurde überpowert. Vielleicht bin ich ein paar Mal zu emotional geworden, aber ich habe versucht, die Kontrolle zu behalten. Man muss einfach gratulieren und gehen."
Für Osaka lebt hingegen der Traum vom fünften Grand-Slam-Titel weiter. Im Viertelfinale bekommt es die Japanerin am Dienstag mit der an Nummer zehn gesetzten Tschechin Karolina Muchova zu tun. Muchova hatte sich zuvor mit 7:5, 5:7 und 6:3 gegen ihre Landsfrau Barbora Krejcikova durchgesetzt.