Schock für die Football-Welt! Ex-NFL-Star Chris Johnson (39) leidet an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS. Der frühere Running Back der Tennessee Titans kann mittlerweile nicht mehr sprechen – seinen Kampfgeist hat er aber nicht verloren.
Wie das US-Magazin "People" berichtet, erhielt Johnson die Diagnose bereits im vergangenen Jahr. Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) schreitet bei dem ehemaligen Football-Profi rasch voran und schränkt ihn zunehmend ein.
Um mit seiner Umwelt kommunizieren zu können, ist Johnson inzwischen auf einen Sprachcomputer angewiesen. Das Gerät wird mit seinen Augen gesteuert. Damit seine vertraute Stimme erhalten bleibt, wurde sie nach der Diagnose digital gespeichert und in das System integriert.
Im Interview mit "Good Morning America" machte Johnson deutlich, dass ihn die Krankheit zwar körperlich verändert habe, nicht aber als Person. "Ich bin immer noch derselbe Mensch", betonte der Ex-Sportler.
Johnson möchte seine Geschichte bewusst öffentlich machen. Er hoffe, damit die ALS-Forschung zu unterstützen und anderen Erkrankten Mut zu geben. Nach Angaben der Ärzte handelt es sich bei ihm um eine sogenannte sporadische Form der Krankheit. In seiner Familie seien zuvor keine ALS-Fälle bekannt gewesen.
Johnson gehörte während seiner aktiven Karriere zu den explosivsten Running Backs. Vor allem seine außergewöhnliche Schnelligkeit machte ihn bei den Tennessee Titans zu einem Publikumsliebling.
Die Nachricht von seiner Erkrankung löste in der Football-Welt große Betroffenheit aus. Ehemalige Mitspieler und Verantwortliche der Titans würdigten seinen sportlichen Erfolg sowie sein Engagement abseits des Spielfelds.
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Dabei sterben jene Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark ab, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind. Betroffene verlieren nach und nach ihre Bewegungsfähigkeit, später oft auch die Fähigkeit zu sprechen und selbstständig zu atmen.
Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Medikamente können den Krankheitsverlauf lediglich verlangsamen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nach der Diagnose meist nur wenige Jahre, wobei es auch Patienten gibt, die deutlich länger mit der Erkrankung leben.
Auch in Österreichs Sportwelt wurde ALS vor wenigen Monaten zum traurigen Thema. Alfred Tatar, ehemaliger Fußballer, Trainer und TV-Experte, erkrankte und verstarb am 14. Mai im Alter von 62 Jahren.