Tadej Pogacar dominiert die Flandern-Rundfahrt sportlich – doch ein Vorfall während des Rennens könnte für ein unangenehmes Nachspiel sorgen. Der Slowene und mehrere Topfahrer sollen ein rotes Warnsignal an einem Bahnübergang ignoriert haben.
Jetzt ermittelt offenbar die Staatsanwaltschaft.
Der Zwischenfall passierte in Wichelen nach rund 65 von insgesamt 278 Kilometern. Neben Pogacar sollen auch Olympiasieger Remco Evenepoel und weitere Profis die Schranken trotz Warnlicht passiert haben. Laut Berichten drohen Geldstrafen zwischen 400 und 5000 Euro sowie ein temporärer Führerschein-Entzug. Auch ein Gerichtstermin ist möglich.
Klare Regeln gibt es auch vom Weltverband UCI: Bei Rot ist anzuhalten, sonst droht im Extremfall sogar eine Disqualifikation. Diese gilt in diesem Fall aber als unwahrscheinlich, da eine größere Gruppe betroffen war.
Für Kritik sorgt der Vorfall dennoch. Die belgische Bahn zeigte sich "enttäuscht" und erinnerte daran, dass Sicherheitsregeln auch im Rennen gelten. Sportlich blieb Pogacar unantastbar: Mit einer Attacke rund 18 Kilometer vor dem Ziel setzte er sich entscheidend ab und gewann mit 34 Sekunden Vorsprung vor Mathieu van der Poel. Evenepoel wurde Dritter.