Die Entscheidung sitzt und sie schmerzt die Schlagerwelt: "Immer wieder sonntags" wird nach 2026 eingestellt. Und das, obwohl sich rund 80 Musikschaffende lautstark für den Erhalt der Kult-Show starkgemacht haben. Doch der Südwestrundfunk bleibt eisern.
SWR-Intendant Kai Gniffke verteidigt das Aus mit harten Worten: Man müsse "auch Entscheidungen treffen, die Menschen enttäuschen". Der konkrtete Grund? Sparzwang und ein großer Umbau im Programm! Rund 70 Millionen Euro sollen jährlich eingespart werden. Da bleibt selbst für Schlager-Dauerbrenner kein Platz mehr.
Veranstalter Rüdiger Gramsch widerspricht offen und stellt die Sparargumente infrage. Immerhin seien die Produktionskosten durch die Zusammenarbeit mit dem Europa-Park vergleichsweise niedrig. Sein Vorwurf: Dem Schlager fehle schlicht die Lobby im Sender.
Der SWR hält dagegen und verweist auf Alternativen im Programm, etwa Shows mit Andy Borg oder Florian Silbereisen. Doch für viele Fans ist das kein Ersatz für den sonntäglichen Kult aus Rust.
Hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Die Künstler fordern nicht nur den Erhalt der Show, sondern gleich mehr Schlager im öffentlich-rechtlichen TV – inklusive Nachwuchsförderung. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Fans endgültig zu privaten Anbietern abwandern.
Was bleibt, ist ein bitterer Beigeschmack: Zwischen Sparplänen und Programmpolitik droht dem Schlager im klassischen Fernsehen langsam der Stecker gezogen zu werden.