Im Fall um Schauspieler Christian Ulmen (50) reagieren die Sender unterschiedlich. Nachdem seine Ex-Frau Collien Fernandes (44) schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben hat, hat ProSieben seine Erfolgsserie "jerks." beim Streamingdienst Joyn offline genommen.
Die ARD hingegen hat anders entschieden. Die "Tatort"-Folgen mit Ulmen bleiben vorerst abrufbar. Eine Sprecherin der Programmdirektion erklärte, man habe sich mit den öffentlich gewordenen Vorwürfen befasst und Ulmen angesprochen.
Wie RTL unter Berufung auf den "Spiegel" berichtet, wirft Fernandes ihrem Ex-Mann vor, über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben. Dabei soll er mit Hunderten Männern in Kontakt getreten sein und auch pornografische Inhalte verbreitet haben - teils KI-generierte Deepfakes.
Fernandes erstattete dem Bericht zufolge Ende 2025 Anzeige in Spanien, wo das Paar zuletzt gelebt hatte. Die Vorwürfe umfassen unter anderem Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung. Das Gericht habe bereits Vorermittlungen eingeleitet.
Christian Ulmens Anwalt Prof. Dr. Christian Schertz meldete sich nach der Berichterstattung zu Wort. Er vertritt die presserechtlichen Interessen des Schauspielers und bezeichnete die Vorwürfe als "unwahre Tatsachen".
Ulmen spielte von 2013 bis 2021 den Kommissar Lessing im Weimarer Tatort an der Seite von Nora Tschirner als Kommissarin Dorn.