Der Wien-Marathon lockte mit 49.400 Startern so viele Teilnehmer wie noch nie an. Doch die warmen Temperaturen machten vielen einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Rekord bei den Anmeldungen wurde die Bestmarke bei den Finishern verpasst
Im klassischen Marathon gab es 13.000 Anmeldungen, kamen aber nur rund 8.600 Läufer ins Ziel – deutlich weniger als im Vorjahr mit 9.300. Viele brachen vorzeitig ab oder bogen auf den Halbmarathon ab. Dort wurden insgesamt 13.000 Finisher gezählt.
Sportlich gab es dennoch starke Leistungen: Fanny Kiprotich gewann den 43. Vienna City Marathon in 2:06:54 Stunden. Der 24-jährige Kenianer setzte sich klar durch, verpasste die Wien-Bestmarke aber deutlich. ÖLV-Rekordhalter Aaron Gruen musste sein Rennen kurz vor der Halbmarathon-Marke aufgeben.
Bei den Frauen sorgte Tigist Gezahagn für ein Highlight. Die Äthiopierin stellte in 2:20:06 Stunden einen Streckenrekord auf.
Glück hatten die Veranstalter aber auch mit dem Wetter: Eine Regenfront mit kräftigem Wind zog erst am Nachmittag über Wien - da waren die meisten Läufer bereits im Ziel.
Für die Zukunft setzt man auf Wachstum. "Wir wollen die Marathondistanz stärken und noch mehr Menschen dazu bringen, Sport zu machen", sagt Co-Geschäftsführerin Kathrin Widu. Besonders junge Erwachsene sollen angesprochen werden, auch der Frauenanteil soll weiter steigen.
Im Marathon betrug dieser weniger als 30 Prozent, beim Halbmarathon 47 Prozent. Im 10-km-Bewerb waren weibliche Teilnehmer sogar schon leicht in der Überzahl.