Schon vor dem Heimspiel im Wiener Ernst-Happel-Stadion verkündete Foda seinen Abschied als Österreichs Teamchef nach viereinhalb Jahren. Durch die verpasste WM-Qualifikation läuft der Vertrag des Deutschen mit Ende März aus. ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel und Präsident Gerhard Milletich deuteten zwar an, mit dem 55-Jährigen Verhandlungen über einen neuen Vertrag führen zu wollen, doch Foda nahm sich selbst aus dem Rennen.
Deshalb läuft bereits die Suche nach einem Nachfolger. Bis Ende April soll Österreichs künftiger Teamchef gefunden werden, stehen doch im Juni vier Nations-League-Spieltage auf dem Programm. Nach dem Korb von Star-Coach Niko Kovac erteilte nun auch ein zweiter Trainer dem ÖFB eine Absage: Gerhard Struber.
Der ehemalige Wolfsberg-Coach ist aktuell bei den Red Bulls New York unter Vertrag, stammt aus der Salzburger Akademie. Und wurde deshalb ins Spiel gebracht. "Es ehrt mich, immer wieder als Kandidat für diesen interessanten Posten genannt zu werden", sagte Struber der "APA", "aber derzeit kommt das für mich nicht infrage. Ich habe einen tollen Job hier in New York und möchte weiter tagtäglich mit einem Team zusammenarbeiten und es stetig entwickeln", führte der 45-Jährige weiter aus.
Zu einem späteren Zeitpunkt die ÖFB-Auswahl zu betreuen, sei allerdings "extrem interessant. Für die Auswahl seines Landes verantwortlich zu sein, das ist eine riesige Ehre", meinte der Salzburger.
Struber betreute mehrere Nachwuchsteams in der Salzburger Akademie, war vor dem Engagement in der Major League Soccer auch in Wolfsberg und beim englischen Zweitligisten Barnsley aktiv.