Ermittlungen laufen

Teenies stecken wohl hinter Cyberattacken auf Behörden

Nach Cyberangriffen auf Behörden und Firmen wurden drei Verdächtige ermittelt, darunter zwei Jugendliche. Die Ermittlungen dauern an.
Digital  Heute
31.08.2026, 15:52
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Nach mehreren Erpressungsangriffen im Netz auf Ämter und Firmen haben die Ermittler jetzt drei Verdächtige ausgeforscht – darunter zwei Jugendliche. Schon in der vergangenen Woche sind drei Wohnungen in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen durchsucht worden, wie das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein am Montag in Kiel mitteilte.

Die Verdächtigen sollen zur Gruppe SharkNet gehören, die sogenannte DDoS-Attacken auf Internetseiten gestartet hat. Dabei wird ein Server absichtlich mit so vielen Anfragen geflutet, dass er irgendwann überfordert ist und im schlimmsten Fall zusammenbricht. Alle drei Verdächtigen sind weiterhin auf freiem Fuß.

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Laut den Ermittlern sollen die Beschuldigten gemeinsam mit weiteren Tätern die Internetseiten verschiedener Stadt- und Bezirksverwaltungen, Bundesbehörden, großer Handelsketten und Telekomfirmen attackiert haben. Sie haben ein Bekennerschreiben verfasst, in dem sie unter anderem eine Medienberichterstattung sowie die Zahlung von 30.000 Euro in Bitcoin gefordert haben. Diese Forderungen wurden nicht erfüllt.

Die Staatsanwaltschaft in Itzehoe und das Landeskriminalamt in Kiel ermitteln seit Jänner in dem Fall. Am vergangenen Donnerstag kam es zu den Hausdurchsuchungen. Die Razzien fanden bei den drei Verdächtigen im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein, in Oranienburg in Brandenburg und im Raum Mittelhessen statt. Vor Ort waren auch örtliche Polizeikräfte und zum Teil Spezialkräfte im Einsatz.

Bei den Verdächtigen in Schleswig-Holstein und Brandenburg handelt es sich laut Angaben um Jugendliche. Das genaue Alter wurde nicht genannt. Die Durchsuchungen dienten in erster Linie dazu, Beweismittel sicherzustellen. Die Verdächtigen wurden angetroffen, nach Abschluss der Polizeimaßnahmen aber wieder entlassen.

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