Vor wenigen Tagen wurde ein "Heute"-Leserreporter in der Straßenbahnlinie 6 auf eine Gruppe Teenager aufmerksam. Die Jugendlichen gönnten sich in der Bim Sonnenblumenkerne und schmissen die Schalen einfach auf den Boden.
Dementsprechend dreckig sah es in der Garnitur aus. "Als ich sie auf die Schweinerei ansprach, waren sie auch noch frech zu mir und gingen mich verbal an", ärgert sich der Wiener im "Heute"-Talk. Kopfschüttelnd verließ er die Straßenbahn – von einer Meldung beim Bim-Fahrer habe er abgesehen, um keine Probleme mit den Jugendlichen zu bekommen.
Das Essen in den U-Bahnen ist seit Jänner 2019 verboten – von dem Verbot sind Straßenbahnen und Busse erstmal ausgenommen. Dennoch sollte man die Fahrzeuge nicht mutwillig vermüllen – dafür gibt es in ganz Wien bei allen Öffi-Haltestellen über 2.000 Mistkübel.
"Unsere Fahrzeuge werden täglich nach dem Einsatz gereinigt. Alle paar Wochen kommen diese zusätzlich in die Werkstatt für eine Tiefenreinigung", so eine Pressesprecherin der Wiener Linien auf "Heute"-Anfrage.
"Wir appellieren an unsere Fahrgäste, Zeitungen, Essensreste, leere Trinkflaschen, etc. in die vorgesehenen Mistkübel zu werfen und nicht in den Fahrzeugen und Stationen liegen zu lassen", heißt es seitens der Wiener Linien. Dabei müssen stark verschmutzte Öffis zu einer Extra-Reinigung – die wiederum zusätzliche Kosten verursacht.