Telefonische Krankmeldung kehrt wieder zurück

Mit den steigenden Zahlen der vierten Welle kehrt nun auch die telefonische Krankmeldung wieder zurück – vorläufig bis zum Ende des Jahres.
Mit den steigenden Zahlen der vierten Welle kehrt nun auch die telefonische Krankmeldung wieder zurück – vorläufig bis zum Ende des Jahres.Paul Zinken / dpa / picturedesk.com
Mit den steigenden Zahlen der vierten Welle kehrt nun auch die telefonische Krankmeldung wieder zurück – vorläufig bis zum Ende des Jahres.

Die Corona-Zahlen befinden sich seit Wochen wieder im Steigflug, die Maßnahmen wurden dementsprechend verschärft. Sogar einen Stufenplan hat die Bundesregierung angesichts der vierten Welle aufgestellt. 

Comeback der telefonischen Krankmeldung

Damit es auch in den Ordinationen zu keiner Ausbreitung des Coronavirus kommt, kehrt die telefonische Krankmeldung "ab sofort" zurück, nachdem sie zuletzt Ende Juni ausgelaufen war. Dies bestätigte Andreas Huss, Arbeitnehmervertreter und amtierender Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse, am Freitag im Ö1-Morgenjournal.

 Vorläufig sei die telefonische Krankschreibung bis Jahresende befristet.

Je nach Bedarf bestehe aber die (ziemlich wahrscheinliche) Möglichkeit, sie ein weiteres Mal zu verlängern. Laut Huss werde die Krankmeldung per Telefon "wahrscheinlich bis zur Beendigung der vierten Welle" aufrecht bleiben. 

Missbrauch 

Den Vorwurf, es könnte zu einem möglichen Missbrauch dieser Art der Krankmeldung kommen, weist der ÖGK-Obmann entschieden zurück: Nach bisherigen Erfahrungen habe es keinen Anstieg bei den Krankenständen gegeben, im Gegenteil die Zahl der Krankenstände sei sogar eher zurückgegangen, hieß es. Das System habe sich bewährt. 

"Ein Missbrauch ist bis dato überhaupt nicht feststellbar."

Ebenso erklärte Huss, er könne sich vorstellen, die Krankschreibung per Telefon sogar zu einer Dauereinrichtung zu machen.

Dauerlösung

Als Dauerlösung würde sich in diesem Fall beispielsweise eine "elektronische Visite" anbieten, die bereits von einigen Bundesländern mit der Ärztekammer vereinbart worden sei. Bei dieser Art der Krankschreibung sprechen Arzt und Patient per Video miteinander – wie etwa am Handy. Besondere Einrichtungen seien dafür daher nicht notwendig. 

"Wir haben in diesem Beschluss am vergangenen Dienstag nämlich auch mitbeschlossen, dass wir im Zusammenhang mit der elektronischen Visite – mit der Video-Visite – jetzt prüfen werden, ob hier eine Dauerlösung für diese Krankmeldung über diese elektronische Visite möglich ist", erläuterte Huss. 

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