Terror-Verdacht: Zwischenfall in iranischer Atomanlage

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Am Samstag kam es in einer Atomanlage im Iran zu einem "Zwischenfall", der Chef der Nuklearbehörde spricht nun sogar von einem "terroristischen Akt".

Zahlreiche Staaten fürchten sich vor einer möglichen atomaren Bewaffnung des Iran. Das Land darf deswegen nur mittels älteren Zentrifugen begrenzte Mengen an Uran radioaktiv anreichern, um so etwa Energie zu gewinnen.

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Dessen ungeachtet wurden am Samstag knapp 200 Zentrifugen neuerer Generationen ans Netz genommen, um noch schneller und effektiver Uran anreichern zu können. Nur wenige Stunden später kam es plötzlich zu einem "elektronischen Zwischenfall", der allerdings rasch wieder behoben worden sein soll.

Terror?

Ali Akbar Salehi, Nuklearchef des Iran, spricht im Staatsfernsehen nun von einem "terroristischen Akt". Die Internationale Atomenergiebehörde, die derzeit in Wien tagt, müsse den Vorfall nun aufklären.

Bereits im Vorfeld mutmaßten iranische Abgeordnete in sozialen Netzwerken über mögliche Sabotage-Aktionen. Besagter Vorfall soll lediglich ein Strom-Verteilernetz betroffen haben, Schadstoffe seien keine ausgetreten.

Die Inbetriebnahme wurde erst möglich, weil Ex-US-Präsident Donald Trump 2018 einseitig aus dem Atomabkommen ausstieg und neue Sanktionen verhängte. Daraufhin begann auch der Iran, schrittweise von den Regeln Abstand zu nehmen. Aktuell finden deswegen Gespräche in Wien statt, wo die Internationale Atomenergiebehörde ihren Sitz hat.

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