Teuerung - "Eine Woche nur von Wasser und Brot gelebt"

Im Sozialmarkt in Linz-Urfahr gibt es nur mehr eine Packung Eier pro Person.
Im Sozialmarkt in Linz-Urfahr gibt es nur mehr eine Packung Eier pro Person.Mike Wolf
Der Ansturm auf die Sozialmärkte ist groß. Manche Menschen leiden so unter der Geldentwertung, dass sie nur noch vom Nötigsten leben.

Die starken Preissteigerungen machen es für Zehntausende Österreicher immer schwieriger, noch irgendwie über die Runden zu kommen. Die Sozialmärkte erleben einen Ansturm (mehr hier), zum Teil wird beim Sortiment sogar schon rationiert, weil so viele Kunden kommen (mehr hier).

"Jene Menschen, die vorher schon mit ihrem Einkommen gerade so über die Runden kamen, treffen diese Preissteigerungen ganz besonders hart", so Elisabeth Leitner, Obfrau des Vereins, der den Sozialmarkt "arcade" in Freistadt leitet.

Mittlerweile kommen auch Menschen in den Sozialmarkt in Linz, die in den letzten ein bis zwei Jahren noch nicht gedacht hätten, dass sie einmal in einem Sozialmarkt einkaufen werden, so Sozialmarkt-Linz-Chef Manfred Kiesenhofer gegenüber "Heute".

Auch Fred Edlinger, der Bereichsleiter der Volkshilfe-Shops, sagte im ORF: "Speziell in den letzten Wochen haben wir einen regen Zulauf von unterschiedlichen Menschen, die wir vorher noch nie gesehen haben".

"Eine Woche von Brot und Wasser gelebt"

Und Erwin Hehenberger, Obmann der Oberösterreichischen Tafel, sagt, einige Kunden würden derzeit von der Hand in den Mund leben. "Wir haben vor zwei Wochen wirklich einen Klienten gehabt, der eine Woche nur von Brot und Wasser gelebt hat, weil er einfach nichts mehr gehabt hat", so Hehenberger im ORF.

Kein Wunder: Die Inflation frisst derzeit unsere Kaufkraft auf. Das Existenzminimum beträgt derzeit 1.030 Euro, mit sieben Prozent Inflation ist das Geld aber nur mehr 963 Euro wert.

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