Teuerung! Wienerin muss Studium aufgeben, um zu arbeiten

Martina ist verzweifelt: Ihre Tochter muss ihr jetzt finanziell aushelfen.
Martina ist verzweifelt: Ihre Tochter muss ihr jetzt finanziell aushelfen.Google / Leserreporter
Die Teuerungs-Welle setzt vielen Österreichern zu. Eine Wienerin musste nun ihr Studium aufgeben, um ihre Mutter finanziell zu unterstützen.

In ganz Österreich sind die Menschen von der enormen Inflation und dem Anstieg der Energiekosten betroffen. Nicht nur die Spritpreise, sondern auch Gas, Strom und Lebensmittel sind so teuer wie schon lange nicht mehr. Eine 42-jährige Wienerin trifft die Preisspirale wie viele andere auch besonders hart. Vor einigen Jahren erkrankte Martina* (Name und Alter von der Redaktion geändert*) an Krebs. Seitdem muss sie permanent Medikamente nehmen und ist eigenen Angaben zufolge arbeitsunfähig. Sie selbst lebt von der Mindestsicherung und wohnt im Favoritner Gemeindebau Karl-Wrba-Hof.

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Wienerin bleiben 60 Euro für Lebensmittel

Martina selbst bekommt aufgrund ihres geringen Einkommens verschiedene Sozialleistungen. Doch diese reichen laut ihr schon lange nicht mehr aus, um mit den gestiegenen Preisen ein ruhiges Leben führen zu können. Vor allem die Energiekosten machen der Wienerin schwer zu schaffen. Die 90 Quadratmeter Wohnung kostet sie derzeit knapp 700 Euro, hinzu kommen weitere 200 Euro für Strom und Heizung. "Nach Abzug aller Fixkosten bleiben mir etwa 60 Euro", erklärt Martina. Da bleibt dann nur noch der Gang zum Sozialmarkt – und selbst da wird es mit dem vorhandenen Budget eng. 

Tochter gab Studium auf, um Mutter zu helfen

"Meine Tochter hat zwei Semester lang studiert. Jetzt musste sie ihr Studium aufgeben, um arbeiten zu gehen und mir bei den Fixkosten auszuhelfen", klagt die Wienerin im "Heute"-Talk. Wenn sich an der allgemeinen Situation nichts ändert, was wahrscheinlich erscheint, wird sie ihre Gemeindewohnung aufgeben und in eine kleinere und zugleich billigere Wohnung ziehen müssen. Wie es mit die beiden Wienerinnen weitergeht, bleibt also ungewiss. Sie hoffen zumindest auf eine baldige Entspannung der prekären Lage. 

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