Oberösterreich

Teures Heizen – so geht es jetzt Obdachlosen

Die massiv gestiegenen Heiz- und Stromkosten machen den Wärmestuben zu schaffen. "Heute" fragte bei zwei großen Betreibern nach.

Weder Diakonie noch Caritas wollen die Heizkörper zurückdrehen.
Weder Diakonie noch Caritas wollen die Heizkörper zurückdrehen.
GettyImages/iStockphoto

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm die kalte Jahreszeit. Die teure Energie zwingt jetzt auch Einrichtungen für Obdachlose, den Gürtel enger zu schnallen – aber nicht zu Lasten der Klienten.

Den Heizkörper zurückdrehen wollen weder die Diakonie, die das "Of(f)'n Stüberl" betreibt, noch die Caritas mit den Tageszentren "Wärmestube" und "Frida".

"Die Leute, die wir betreuen, kommen oft von der Straße und müssen draußen übernachten. Da geht es darum, dass es bei uns warm sein soll, damit sie sich aufwärmen können", erläutert Georg Wagner, Geschäftsführer der Stadt-Diakonie Linz, gegenüber "Heute".

In den Caritas-Einrichtungen sind die Heizkörper im Winter auf 20 Grad eingestellt. "Eine Wärmestube darf sowieso nicht überheizt sein, sonst schwitzen die Klienten, wenn sie aus der Kälte kommen", schildert Klaus Schwarzgruber, Stellenleiter der beiden Tageszentren.

Im "Of(f)'n Stüberl" versucht man, den Energieverbrauch zu optimieren, "aber nicht auf Kosten der Besucher", betont Wagner. Es werde weder der Heizkörper zurückgedreht, noch das Dusch- und Waschangebot reduziert. Man hofft nun auf eine Erhöhung der Zuschüsse durch das Land. Entsprechende Gespräche gebe es bereits.

Bei den Caritas-Einrichtungen heizt man mit Fernwärme der Linz AG. "Da haben wir Glück, denn bei uns sind die Heizkosten nur um fünf bis zehn Prozent gestiegen", so Schwarzgruber. 

Anders sieht es bei den Stromkosten aus: Dort nehme man eine deutliche Kostensteigerung wahr. "Deshalb werden wir das ganze Haus auf LED-Beleuchtung umstellen." 

Das "Of(f)'n-Stüberl" in der Starhembergstraße 39 hat von Montag bis Sonntag zwischen 8 und 12 geöffnet. Dort gibt es u.a. ein Gratisfrühstück, Duschen, Ruheräume, Waschmaschinen und Internet. 
Das Caritas-Tageszentrum "Wärmestraße" findet sich in der Dinghoferstraße 54. Die Türen sind täglich zwischen 12 und 19 Uhr geöffnet. Dort können Menschen in Not essen, ihre Wäsche waschen, duschen oder das Internet nutzen.

1.000 Plätze mehr in Wiener Notquartieren

In Wien gibt es heuer 1.000 Plätze mehr für obdachlose Männer, Frauen, Paare und Familien in zusätzlichen Notquartieren. Diese werden im 24-Stunden-Betrieb geführt, bieten somit neben der Übernachtungsmöglichkeit auch Tagesaufenthalt.

Die Plätze werden in der kältesten Jahreszeit auf rund 1.750 aufgestockt. Neben Schlafplätzen für Männer, Frauen und Paare gibt es auch Unterbringungsmöglichkeiten für 20 Familien im Winterpaket der Stadt. "Heute" berichtete.

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    Pixabay/Heute
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